Um mitzumachen, melde dich bitte an.
  • Wie groß sollte er sein? – Wenn ‚besser als die anderen‘ unser Maßstab wird

    Diskussion · 23 Beiträge · 14 Gefällt mir · 1.080 Aufrufe

    Immer größer, immer schöner, immer besser – klingt vertraut, oder?

     

    Männer pumpen sich im Fitnessstudio auf, sammeln Muskeln, kaufen größere Autos, um „besser“ zu wirken.

     

    Frauen strecken Beine, verlängern Haare, perfektionieren ihr Styling – ebenfalls im Wettstreit um Aufmerksamkeit und Status.

     

    Im Alltag zeigt sich das überall: der Nachbar hat das größere Haus, die Freundin postet den luxuriöseren Urlaub, der Kollege zeigt das neueste Gadget.

     

    Und beim Dating? Da geht es oft nicht mehr um Verbindung oder echte Nähe – sondern darum, wer mehr zu bieten hat, attraktiver wirkt, begehrenswerter ist.

     

    Ist dieses ständige „Höher, Weiter, Besser“ in unserer Natur verankert – oder einfach ein Produkt gesellschaftlicher Erwartungen, Vorurteile und Medienbilder?

     

    Ich will von euch hören:

     

    Wer vergleicht sich ständig – und wer hat genug davon?

     

    Wo spürt ihr das „besser als die anderen“-Prinzip im Alltag oder beim Dating besonders stark?

     

    Gibt es Wege, diesem Vergleichsdruck zu entkommen?

     

    Thomas Kissing

     

    Ein Like oder Kommentar zeigt mir, ob euch solche Themen interessieren. Ich starte hier regelmäßig neue Diskussionen – wer mag, kann mir gern folgen.

    30.01.26, 13:43

Beiträge

  • 02.02.26, 11:17

    Ich halte es für Blödsinn sich mit anderen zu vergleichen. Jeder ist anders und das ist auch gut so.Wie langweilig wäre die Welt wenn wir alles Models wären. 

    Seid einfach echt

  • 02.02.26, 09:13

    Super erkannt  stimme Dir 100% zu lg wolf

  • 02.02.26, 07:53

    Wenn ich auf meine Schulzeit zurückblicke, ist diese von Leistungsstreben geprägt. Wir wurden dazu angehalten, die besten Noten mit nach Hause zu bringen. Es kam wenig auf individuelle Förderung anhand der eigenen Fähigkeiten an. 

     

    Alle wollten hip sein und dazugehören. Dies kann an hormonellen Einflüssen liegen, frei nach dem evolutionären Motto: Bin ich der Schönste/Erfolgreichste, kann ich mein Sperma möglichst weit verbreiten und viele Kinder Zeugen. Bin ich die Schönste/Attraktivste, wählt mich der mit dem besten Genpool. Bin ich nicht hip, klappt es mit der Vermehrung nicht so gut. 

     

    Aber auch schon vor der Kindheit fängt die Prägung an. "Mein Baby ist hübscher, als jenes dort." "Schaut mal, mein Kind ist hochbegabt, denn es kann schon.... (im Gegensatz zu xy-Kind)". Der Konkurrenzkampf findet bereits im Baby/Kleinkindalter statt. 

     

    Mich interessiert, ob andere Schulformen als die Regelschulen da etwas gegen zu setzen haben, was den Konkurrenzkampf mindert und Gemeinschaftlichkeit fördert. Wie sieht es in anderen Ländern aus? Z. B. in Buthan (Stichwort: Bruttoglücksprodukt) oder Indien (Stichwort: Meditation an Schulen) aus? 

  • 01.02.26, 14:00

     

    Alica:

    Man kann sich selbst einreden, dass man ganz toll ist. So sieht man sich als belesen, aber sammelt nur Bücher anstatt sie zu lesen. Oder man behauptet von sich, dass man tierlieb ist, aber isst Fleisch. Oder man findet, dass man gut singen kann, aber trifft keinen einzigen Ton. 

     

    Carmino:

    Das zauberwort heisst :Selbstliebe !

    Selbstliebe ist das eine. Sich ganz toll finden das andere.

    Problem wird es, wenn es nach außen getragen wird: "Ich bin so schön, ich bin so toll, ich bin der Anton aus Tirol". Und das von der Umgebung kritisch reflektiert wird, weil es gar nicht stimmt. Nennt sich dann Angeberei oder so ähnlich. Kommt nicht gut an, bei den meisten.


    In sich selber kann man von sich glauben, was man will, nach außen hat tieffliegen noch nie geschadet.

     

  • 01.02.26, 13:37
    ✗ Dieser Inhalt wurde von Mike wieder gelöscht.
  • 01.02.26, 13:14
    ✗ Dieser Inhalt wurde von Mike wieder gelöscht.
  • 01.02.26, 12:28

     

    Mike:

     

    Alica:

     

    Man kann sich selbst einreden, dass man ganz toll ist. So sieht man sich als belesen, aber sammelt nur Bücher anstatt sie zu lesen. Oder man behauptet von sich, dass man tierlieb ist, aber isst Fleisch. Oder man findet, dass man gut singen kann, aber trifft keinen einzigen Ton. Die Selbstwahrnehmung kann stark von der Realität abweichen. Demnach ist eine Resonanz von außen schon sinnvoll, um sich selbst richtig einzuordnen. Nicht jede Kritik von außen stimmt auch, dennoch sollte man nicht alles ignorieren. Besonders nicht, wenn sie regelmäßig von unterschiedlichen Seiten kommt. Das Feedback der anderen gibt uns mehr Input über uns selbst und wie wir wahrgenommen werden. 

    ...wie Carmino schon treffend bemerkt hat; Selbstliebe... und die ist nicht abhängig von Fähigkeiten, welche von dir hier angeführt werden ;)

    Ok, jeder darf sich gerne ohne Grund lieben. Es fühlt sich dennoch besser an, wenn man einen oder mehrere Gründe dazu hat. Das ist dasselbe, wie einen Grund zu leben zu haben. Denn ohne Grund zu leben, macht für mich wenig Sinn. Ein Leben ohne Sinn. Oder ohne Grund zu lachen oder zu weinen oder ohne Hunger zu essen, etc. Ohne Grund etwas zu tun oder zu fühlen, ist irgendwie sinnfrei.

  • 01.02.26, 11:32
    ✗ Dieser Inhalt wurde von Mike wieder gelöscht.
  • 01.02.26, 11:00

    Das zauberwort heisst :Selbstliebe !

  • 01.02.26, 10:42

     

    sternenschnee:

    Es gibt nur zwei Richtungen: Welchen Wert gebe ich mir selbst - Welchen Wert geben mir die anderen. Jeder kann wählen...

    Man kann sich selbst einreden, dass man ganz toll ist. So sieht man sich als belesen, aber sammelt nur Bücher anstatt sie zu lesen. Oder man behauptet von sich, dass man tierlieb ist, aber isst Fleisch. Oder man findet, dass man gut singen kann, aber trifft keinen einzigen Ton. Die Selbstwahrnehmung kann stark von der Realität abweichen. Demnach ist eine Resonanz von außen schon sinnvoll, um sich selbst richtig einzuordnen. Nicht jede Kritik von außen stimmt auch, dennoch sollte man nicht alles ignorieren. Besonders nicht, wenn sie regelmäßig von unterschiedlichen Seiten kommt. Das Feedback der anderen gibt uns mehr Input über uns selbst und wie wir wahrgenommen werden. 

  • 01.02.26, 09:18

    Es gibt nur zwei Richtungen: Welchen Wert gebe ich mir selbst - Welchen Wert geben mir die anderen. Jeder kann wählen...

  • 01.02.26, 08:31

    ......wer so denkt 'vergleichen, besser sein,...' ist nicht im Einklang mit sich selbst.

    wer nicht im Frieden mit sich selbst ist, kann auch nicht im Frieden mit anderen sein.

     

    authentisch sein, sich selbst und den anderen annehmen wie man ist... 

    den individuellen Wert anerkennen, leben!

     

    Da stellt sich für mich die Frage nach Werten, nach Haltung.

     

    Vielleicht gibt es jemanden, der auf den ersten Blick nicht so präsent wirkt,

    aber nicht von Werten redet, sondern sie lebt - 

    der in seinem Sein präsent ist und den anderen nicht oberflächlich, sondern achtsam im Blick hat.

     

    Man wird von der Schnelllebigkeit, der Oberflächlichkeit, des 'mehr und besser' in allem überrollt, aber es liegt doch an jedem selbst, wie er die Lebenszeit gestaltet und mit wem.

  • 01.02.26, 04:31
    ✗ Dieser Inhalt wurde von Mike wieder gelöscht.
  • 31.01.26, 19:30
    ✗ Dieser Inhalt wurde von Jeanette wieder gelöscht.
  • 31.01.26, 14:08
    ✗ Dieser Inhalt wurde von Ines wieder gelöscht.
  • Spannend, was Jeanne gerade gefragt hat – und ehrlich gesagt passt das ziemlich gut zum Thema dieser Diskussion.

     

    Allein die Zahl „150 Dates“ zeigt ja schon, wie schnell wir (oft unbewusst) mit Zahlen, Erfahrungen oder Leistungen arbeiten, um etwas zu unterstreichen. Und genau darum geht es hier: Wir profilieren uns – manchmal ganz subtil – mit mehr, größer, öfter, besser.

     

    Nicht als Vorwurf, sondern als menschliches Muster.

     

    Gleichzeitig sagen wir im nächsten Moment: Das alles ist doch gar nicht wichtig.

    Dieser Widerspruch ist eigentlich hochinteressant – und bestätigt für mich, wie tief dieses „Vergleichsdenken“ in uns verankert ist.

     

    Vielleicht liegt genau darin der Kern:

    Wir sind alle nicht frei davon. Entscheidend ist nur, ob wir es bemerken.

     

    Ich finde, genau solche Momente machen diese Diskussion wertvoll.

     

    Thomas Kissing

  • 31.01.26, 10:25

     

    Matthias:

    Männer pumpen...

    Frauen strecken Beine...

    Im Alltag zeigt sich das überall...

    Ohhh mein Gott, Du musst in einer wirklich schlimmen niveaulosen Welt leben... oder zumindest ein sehr düsteres Bild von selbiger haben. 

     

    ...sondern darum, wer mehr zu bieten hat, attraktiver wirkt, begehrenswerter ist.

    Ich kann aus 8 Jahren Dating (bis 2023) und über 150 Dates sagen... Quatsch, Blödsinn, stimmt nicht!  

     

    Auch kann ich aus eigener Erfahrung sagen... 

    Ich fahre seit 4 Jahren eine angesehene Sport- Automarke, nicht weil ich mein Ego pushen muss, sondern weil es ein Traum war... und wegen zwei nicht mehr existierende mittelgroße Hunde ein Kombi nicht mehr nötig war. 

    Steigert es Deine Attraktivität oder die Aufmerksamkeit der Frauen?  Nein! 

     

    Ich will von euch hören

    Meine Oma pflegte immer zu sagen "Kinder die was wollen, kriegen was auf die bollen". 

    (Der Satz klingt ein bißchen unpassend... anderes Wort fällt mir nicht ein.)

    Wer vergleicht sich ständig – und wer hat genug davon?

    Vergleichen tun sich Menschen, die "im Außen" leben... sie ändern ihre Lebensweise um anderen zu Gefallen. Sie holen sich äußere Bestätigung, um ihren Selbstwert zu bestimmen. 

    Geht dies dann einher mit negativen Glaubenssätzen, gilt es dem eigenen Selbstbild entgegen zu wirken. 

    Meist passiert dies unbewußt... und vernachlässigen die eigene Authentizität. Wer bin ich? Was habe ich für Bedürfnisse? Wofür stehe ich?

    Ein gutes Beispiel ist die Beziehung "Narzistische Züge" zu "Opfer". Das Opfer merkt Jahre nicht, dass es die eigene Bedürfnisse vernachlässigt und tut dies unbewußt, um dem Narzisten zu gefallen... oder... Schönheits-OPs, weil der Partner nicht damit zufrieden ist. 

     

    Wenn Du Dich mit Menschen umgibst, die alle im außen leben, kennst Du es nicht anders. Es ist "Normalität" geworden. Ich kenne in meinem Umkreis tatsächlich nur eine Freundin, die sich seit Jahren nur im Außen vergleicht, mit Nichts zufrieden ist und mit Freundinnen umgibt, die auch so denken... und zieht entsprechend "unvorteilhafte" Menschen/Partner in Ihr Leben. Sie vergleicht sich ständig... "dem geht es besser" "der verdient mehr" etc. 

     

    Ich habe eher genug davon, dass es "uns" Europäern verdammt gut geht, aber wir Weltmeister im Jammern sind... und uns ein wenig "Demut" gut tun würde. 

     

    Wo spürt ihr das „besser als die anderen“-Prinzip

    ... im europäischen Ausland merke ich schnell, dass es uns besser geht als den anderen, aber das ist hier nicht gemeint. 

     

    Gibt es Wege, diesem Vergleichsdruck zu entkommen?

    Ja, in dem man seinen Blick nach Innen richtet und seine innere Haltung ändert. Dazu muss man aber in unserem Alter an einen Punkt wo Du sagst "Jetzt reicht es mir" und Du es willst (!) Dich und deine Sichtweise auf die Welt zu ändern. 

    Dann spielt es keine Rolle mehr, ob andere "mehr" haben oder "besser" sind, denn Du weißt wer Du bist ... und Du bist gut so wie du bist... Du brauchst keinen neben Dir, der Dich besser macht oder mehr auf dem Konto hat ... Du schaust nicht nach rechts oder links, sondern Du schaust Dich an... du meckerst nicht wie schlecht es dir geht, sondern freust dich über das was Du hast! 

     

    Im Endeffekt ist es eine Mischung aus Sigmund Freund und Alfred Adler... wobei viele Bücher nach ersterem handeln und Ansichten des letzteren die wenigsten kennen (außer sie lesen Dale Carnegie etc.)

    150 Dates? Woher hast du die Kraft genommen, Dich, sei es nur für ein paar Stunden, auf jemand neuen einzulassen? 

  • 31.01.26, 09:06

     

    Thomas Kissing:

    Wir leben in einer Kultur des Vergleichens.

    Mehr. Besser. Schöner. Begehrenswerter.

    Nicht in meiner Blase.

  • 30.01.26, 22:46

    Ich habe dazu eine ganz klare These:

     

     Jeder Mensch hat den Drang sich aufzuwerten. Er kann dazu aus vielen Möglichkeiten wählen. Wenn er in einem Bereich kein Talent oder Erfolg hat, versucht er es woanders. Allerdings gibt es die anstrengenden Wege und die leichten. Anstrengend wäre sich autodidaktisch mit Büchern weiterzubilden, sich selbst neue Fähigkeiten anzueignen, diszipliniert einen geordneten, gesunden Lebensstil zu führen. Leicht wäre sich ein paar schlaue Floskeln aus Ratgebern aufzuschnappen und sich damit in Diskussionen über andere zu stellen, sich paar Markenklamotten oder das neueste Handy zu besorgen. Beides funktioniert. Aber die meisten wählen den bequemen Weg. Es geht schneller und man kriegt sofort ein positives Feedback. 

     

    Vor allem geht es dem Menschen auch um schnelle, positive Glücksgefühle. Konsum, Sucht oder Aufmerksamkeit sind da die beliebtesten Hebel. Ich denke, all das liegt in der Natur des Menschen begründet. Es ist seine biologische Programmierung. Selbst wenn man sie durchschaut, entscheidet man sich nicht immer gegen sie. 

  • 30.01.26, 22:19 - Zuletzt bearbeitet 30.01.26, 22:20.

    Vielen Dank für die öffentlichen Beiträge – und auch für die privaten Nachrichten, die ich bekommen habe. Einige davon waren sehr offen, persönlich und wirklich konstruktiv. Genau dafür habe ich diese Diskussion gestartet.

     

    Mir ist dabei etwas Wichtiges aufgefallen:

     

    Ein Teil der Antworten kommt stark aus der eigenen Biografie („bei mir war das nicht so“, „meine Erfahrung zeigt etwas anderes“). Das ist völlig legitim – aber mein ursprünglicher Impuls war weniger individuell gemeint, sondern eher gesellschaftlich und psychologisch.

     

    Es geht nicht darum, ob jemand persönlich ein Auto aus Ego-Gründen fährt oder ob Dating für den Einzelnen anders läuft.

    Es geht um ein größeres Muster:

     

    Wir leben in einer Kultur des Vergleichens.

    Mehr. Besser. Schöner. Begehrenswerter.

     

    Das zeigt sich im Konsum, im Dating, im Beruf, im Auftreten – und oft ganz unbewusst.

     

    Viele der privaten Rückmeldungen haben genau das bestätigt:

    Dass Menschen spüren, wie stark äußere Maßstäbe Druck erzeugen.

    Dass Vergleiche Energie kosten.

    Und dass wir oft versuchen, im Außen etwas zu lösen, was eigentlich im Inneren beginnt.

     

    Mir geht es nicht um Schuld oder Moral.

    Sondern um Bewusstsein.

     

    Denn erst wenn wir erkennen, wo wir uns vergleichen, kompensieren oder anpassen, haben wir überhaupt die Wahl, etwas anders zu machen.

     

    Vielleicht ist genau das der spannende Punkt dieser Diskussion:

     

    Nicht „wer hat recht?“

    Sondern:

    Wo ertappe ich mich selbst dabei – und was macht das mit mir?

     

    Ich freue mich über weitere ehrliche Gedanken.


    Thomas Kissing 

Interesse geweckt? Jetzt kostenlos registrieren!

Du bist nur einen Klick entfernt. Die Registrierung dauert nur 1 Minute.