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  • IST "SINGLE-SEIN" WIRKLICH SO TOLL?

    Diskussion · 2.277 Beiträge · 202 Gefällt mir · 45.997 Aufrufe

    Wenn ich meinen Bekannten zuhöre, wie sie von ihrem unabhängigen Single-Dasein schwärmen, habe ich manchmal das Gefühl, dass sie sich oft selbst etwas vormachen. Gewisse Zeit, das kenne ich selbst aus Erfahrung, kann es ja passen, wenn man seine persönliche Freiheit auslebt.
    Aber sind nicht Zweisamkeit, sowie körperliche Nähe menschliche Grundbedürfnisse? Die Aussage: "Ich bin gerade nicht für eine Beziehung zu haben, aber wir können ja ein bisschen Spaß haben", halte ich für gefährlich. Es sind doch immer Gefühle im Spiel, die damit oft zutiefst verletzt werden.
    Vielleicht ist es auch eine Frage des Alters, dass man sich nach einem geliebten Partner sehnt … nach Geborgenheit... nach Vertrautheit. Aber oft sind überzogene Wunschvorstellungen, die kaum erfüllt werden können, ein unüberwindbares Hindernis.
    Man kann es auch praktisch sehen: Zu zweit kann man sich Verpflichtungen aufteilen, sich ergänzen usw.

    Was meint ihr dazu?
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    04.02.19, 11:51

Beiträge

  • Guten Abend Ihr Lieben,

    auch ein sehr interessantes Thema. 

     

    Ist Single sein WIRKLICH so toll? Gute Frage.

     

    Dies ist meine persönliche Single-Perspektive:

     

    Ich persönlich, bin nicht deshalb Single, weil es „ach so toll ist“, Single zu sein. Sondern einfach deshalb, weil eine Beziehung gewissen Umständen des Lebens nicht standhalten konnte. Oder, weil sich die Vorstellungen und Wünsche für das jeweils eigene Leben, nicht, oder nicht mehr mit dem Gegenüber deckten. So einfach ist es und so einfach passieren diese Dinge. 

     

    Ich würde sagen, dass ich mir selbst früher weniger Gedanken dazu gemacht habe. Meiner eigenen Erfahrung nach ist es in etwa so, dass ich jemanden kennenlernte und die Metapher von der „Rosaroten Brille“ viel zu fix griff, wobei sie mir die Sinne vernebelte und sich meines Verstandes, wie auch meines Herzens bemächtigte. Und dies geschah womöglich auf beiden Seiten. 

     

    So kommt es nun dazu, dass sich zwei Individuen vom ersten Anschein blenden lassen. Ihre Wünsche und Sehnsüchte übertragen sie auf das jeweils andere Gegenüber und idealisieren es in ihrer ersten Verliebtheit. Daraufhin zeigen sich beide natürlich nur von ihrer: „Aber bitte mit Sahne-Seite“, und eins, zwei Schwupps ‘ist die Illusion geboren, die sie eine Weile, wie lange auch immer, aufrechterhalten können, so zu sein wie es den Anschein hat. Irgendwann lasse ich das verdammichte Ding, also die Rosarotbrille aber irgendwo liegen…der andere auch…

     

    Die Verliebtheit hält sich noch ne Weile und blickt sich irgendwann suchend im Raum um. Womöglich geschockt vom Anblick der Realität. Tricky. Leider. Der Alltag kommt, Ecken und Kanten eines Jeden, Vorzüge und Nachteile rücken immer mehr in das Bewusstsein der beiden Individuen. Sie knallen auf den Boden der harten Realität und haben evtl. verpasst, aus der Verliebtheit mehr zu machen, als das oberflächliche Gebaren. Wenn aus Verliebtheit, keine Liebe, keine tiefere Verbundenheit, keine Art Freundschaft erwachsen konnte, etwas, das bleibt, wenn der Vorhang fällt, dürfte es spätestens hier zum Scheitern verurteilt sein. 

     

    Oder, sie haben es tatsächlich geschafft und es ist mehr erwachsen. Gratulation! Dennoch kann es geschehen, dass gewisse Lebensumstände, oder ein driften in verschiedene Richtungen, durch normale Weiterentwicklung dazu führten, dass die beiden Individuen auf zwei verschiedenen Booten unterwegs sind. Nicht mehr gemeinsam in Einem sitzen, es jedoch auch nicht schaffen, auf zwei Booten nebeneinander in die selbe Richtung zu fahren, oder sich nach einer Weile des Richtungswechsels im nächsten Hafen wieder zu begegnen, um von hier aus weiter gemeinsam den Fluss des Lebens weiter zu befahren. 

     

    So werden aus zwei Singles die ein Paar wurden, letztlich wieder zwei Singles auf der Suche. Ob man sich diese Suche eingestehen mag oder nicht. WENN man denn noch sucht. (Mittlerweile suche ich bspw. nicht mehr. Ich lasse die Dinge auf mich zukommen und lebe einfach.)

    Natürlich hat jede Zeit ihre Vor- und Nachteile. Natürlich kann ich mir eine Beziehung gleichwohl schön-reden, wie mein Single Leben. Oder ich kann das Eine, wie auch das Andere als Belastung empfinden. Ich könnte mich auch zweisam, einsam fühlen. Oder gefangen. Und es läge an mir selbst, ob ich mich daraus befreie. 

     

    Enttäuschungen der Vergangenheit, tragen aber leider auch allzu oft zu Misstrauen und zur Angst vor dem „sich einlassen“ bei. Trüben die Hoffnung darauf, dass es doch noch mal anders laufen könnte. Oder ich nehme das Wort: Enttäuschung auseinander und interpretiere es, um abschließen zu können für mich anders: Eine Ent/d-Täuschung, ist das Ende einer Täuschung. Gleich, ob ich getäuscht wurde, selbst getäuscht habe, oder mir einfach etwas für mich letztlich nicht, oder nicht mehr Lebbares vor-getäuscht habe. Selbsttäuschung. So könnte das Ende einer Täuschung auch etwas Gutes für mich sein, da es ja nun ein Ende hat. Und ich die Chance, mich ehrlich selbst im Spiegel zu betrachten und zu reflektieren. 

    Manch Beziehung mag unbewusst als „Abhängigkeits-Beziehung“ geführt worden sein. Ohne dies böse zu meinen. Hierbei mache ich mein eigenes Glück vom „So-sein“ des Gegenübers abhängig. Ich bürde damit meinem Gegenüber aber auch die Last auf, mich bitte schön durch dies, oder jenes „glücklich zu machen.“ 

     

    Das Ding ist nur…Mein Gegenüber sollte nicht für MEIN Glück verantwortlich sein! Und ich bin nicht unglücklich wegen des Tuns oder Lassens meines Gegenübers. Sondern einzig deshalb, weil ich mir selbst etwas vor machte und mein eigenes „Glücklich-sein“ nicht in meine eigenen Hände nahm. So entstand die Erkenntnis, dass ich für mich selbst und meine eigene Zufriedenheit verantwortlich bin. Mein Gegenüber wiederum für seine Zufriedenheit. Aber auf der Ebene waren wir uns evtl. zu dem Zeitpunkt nicht begegnet. Die Erkenntnis wurde auf keiner der beiden Seiten gelebt. 

     

    Der andere „traurige Fun Fact“ ist, die geführte Handelsbeziehung. Hierbei vertreten wir beide also nun die Einstellung: „Ich kann dich nur lieben, wenn du so und so bist. Wenn du mir dies gibst, gebe ich dir jenes.“ Ist das nicht der Fall, bin ich unzufrieden, unglücklich…usw. 

    Doch ich denke, solche Dinge sind rückschauend betrachtet vielen passiert. Und egal von wem was ausging, habe ich für mich aus der Vergangenheit gelernt und für mich angenommen, dass es eben manchmal einfach so kommt.

     

    Welche „Art von Beziehung“ nun die für mich lebbare, wünschenswerte ist, habe ich in einem anderen Feed beschrieben. Und solange ich das nicht zumindest annährend in den für mich wichtigsten Punkten mit jemandem teilen kann, ist Single sein für mich zumindest eine bewusste Entscheidung. 

    Mein Single Leben hat natürlich seine Vor-wie auch seine Nachteile. Das ist klar. Und natürlich bleibt ein Sehnen und Wünschen nach der Nähe, Geborgenheit, dem Austausch und der Innigkeit einer Partnerschaft bestehen. Nun, ich sage niemals „nie.“ Es mag wieder der Zeitpunkt kommen, da mir jemand begegnet und es passt einfach. 

     

    Und bis dahin genieße ich weiterhin die Freiheiten meines Lebens, die schönen Treffen mit Freunden (so wie heute) und kümmere mich gut um mich selbst. Stichwort: Selbstfürsorge. Und damit lässt es sich zumindest für mich ganz gut leben. 

     

    Habt alle einen schönen Feierabend! 

    Grüßle

     

  • 19.03.23, 19:27

    Wir benötigen eine "Kultur des Handelns": Aber gerade der Schritt vom Denken zum Handeln fällt manchen schwer.

    Sehr schöner und bemerkenswerter Gedanke !

  • 19.03.23, 19:03

     

    SUMMERFEELING:

     

    Andlä:

     

    Uiii... Da hast du die Latte aber sehr hoch angesetzt🤣🤣🤣aber ja ich gebe dir vollkommen recht. Ich glaube grundsätzlich sollte man wenn Tag X im Leben kommt, sich nicht reuigen sein, etwas nicht getan zu haben, sondern sagen können. Ich hatte ein tolles Leben. Durfte viele Menschen in ihrem Leben begleiten, wie auch sie mich und im besten Fall darf ich etwas von mir hinterlassen und selbst wenn es nur ein positiver Gedanke oder Erfahrung bei einem anderen Menschen ist. 

    Vor allem ist mir der letzte Satz wichtig: Im Hier und Jetzt leben! Leben!  

    Nicht etwas nachtrauern, was sich - realistisch gesehen - nicht ändern lässt! Damit vergällst du dir nur das Leben! 

    Loslassen, das habe ich selbst schmerzlich erfahren müssen, hört sich in der Theorie leichter an, aber wenn`s dir endlich gelingt, ist es ein Befreiungsschlag, der dir den Blick auf das Schöne im Leben wieder ermöglicht.

    Wenn es auch überheblich klingt: Lieber die Latte etwas zu hoch ansetzen - das sollte uns das Leben wert sein!

    Hoi Guenther ich wollte dich betreffend zu hoher Latte nicht kritisieren, sondern nur bewusst machen, dass das sehr viel Arbeit an sich selber ist und noch nicht jeder (mich eingeschlossen) an diesem Punkt steht oder im Hier und Jetzt lebt und ja ich bin absolut mit dir eins, dass es das auf jeden Fall wert ist. 

  • 19.03.23, 13:54 - Zuletzt bearbeitet 19.03.23, 14:05.

     

    Andlä:

     

    SUMMERFEELING:

    LEBE IM HIER UND JETZT!.png

    Uiii... Da hast du die Latte aber sehr hoch angesetzt🤣🤣🤣aber ja ich gebe dir vollkommen recht. Ich glaube grundsätzlich sollte man wenn Tag X im Leben kommt, sich nicht reuigen sein, etwas nicht getan zu haben, sondern sagen können. Ich hatte ein tolles Leben. Durfte viele Menschen in ihrem Leben begleiten, wie auch sie mich und im besten Fall darf ich etwas von mir hinterlassen und selbst wenn es nur ein positiver Gedanke oder Erfahrung bei einem anderen Menschen ist. 

    Vor allem ist mir der letzte Satz wichtig: Im Hier und Jetzt leben! Leben!  

    Nicht etwas nachtrauern, was sich - realistisch gesehen - nicht ändern lässt! Damit vergällst du dir nur das Leben! 

    Loslassen, das habe ich selbst schmerzlich erfahren müssen, hört sich in der Theorie leichter an, aber wenn`s dir endlich gelingt, ist es ein Befreiungsschlag, der dir den Blick auf das Schöne im Leben wieder ermöglicht.

    Wenn es auch überheblich klingt: Lieber die Latte etwas zu hoch ansetzen - das sollte uns das Leben wert sein!

  • 19.03.23, 10:36

     

    Melina:

    Hallo ihr lieben, 

    meiner persönlichen Meinung nach hat jeder Zustand, ob Single oder in Partnerschaft seine ganz bestimmte Vorteile und damit einhergehende Lernprozesse. 

     

    Klar ist rein theoretisch betrachtet eine Partnerschaft wunderschön - Zweisamkeit, Vertrautheit, warme Gefühle etc. Doch sollten wir sie uns nicht auch selbst geben können? Meiner Meinung nach sollte ein Mensch die phase des single seins ganz bewusst und achtsam nutzen um zunächst zu reflektieren was in der letzten Partnerschaft gut oder schlecht gelaufen ist und was man in zukünftigen Partnerschaften besser machen möchte. Viele Menschen eilen viel zu überstürzt in die nächste Beziehung um nicht alleine zu sein und ohne die Lernprozesse aus der letzten Beziehung vollständig verarbeitet zu arbeiten. Die Folge: Man baut ein neues Haus auf einen Friedhof - mit einer hohen Wahrscheinlichkeit keine grundlage um was neues entstehen zu lassen. 

     

    Fazit: Ich denke wie so vieles im Leben ist es die goldene Mitte. Dauerhaft den einsamen Wolf spielen ist ebenso ineffizient wie sofort in die nächsten Beziehungen stürzen - jede Phase hat einen ganz besonderen Grund für den eigenen lern-und Entwicklungsprozess und sollte mit voller Achtsamkeit genossen Werden. Und um die Frage zu beantworten : ja man kann glücklich und zufrieden single sein! Wenn man den fokus auf die positiven Möglichkeiten setzt und sie in voller Achtsamkeit und liebe nutzt. Denn wenn jeder einzelne doch zufrieden mit seinem eigenen lebensweg ist, bildet das doch auch eine immens gute Grundlage für eine Partnerschaft! (z. B. Träume zu erfüllen, etwas tun was mit dem alten Partner nicht möglich war, sich engagieren etc). 

    Top geschrieben👏👏und auf den Punkt gebracht. 

  • 19.03.23, 10:34

    Hallo ihr lieben, 

    meiner persönlichen Meinung nach hat jeder Zustand, ob Single oder in Partnerschaft seine ganz bestimmte Vorteile und damit einhergehende Lernprozesse. 

     

    Klar ist rein theoretisch betrachtet eine Partnerschaft wunderschön - Zweisamkeit, Vertrautheit, warme Gefühle etc. Doch sollten wir sie uns nicht auch selbst geben können? Meiner Meinung nach sollte ein Mensch die phase des single seins ganz bewusst und achtsam nutzen um zunächst zu reflektieren was in der letzten Partnerschaft gut oder schlecht gelaufen ist und was man in zukünftigen Partnerschaften besser machen möchte. Viele Menschen eilen viel zu überstürzt in die nächste Beziehung um nicht alleine zu sein und ohne die Lernprozesse aus der letzten Beziehung vollständig verarbeitet zu arbeiten. Die Folge: Man baut ein neues Haus auf einen Friedhof - mit einer hohen Wahrscheinlichkeit keine grundlage um was neues entstehen zu lassen. 

     

    Fazit: Ich denke wie so vieles im Leben ist es die goldene Mitte. Dauerhaft den einsamen Wolf spielen ist ebenso ineffizient wie sofort in die nächsten Beziehungen stürzen - jede Phase hat einen ganz besonderen Grund für den eigenen lern-und Entwicklungsprozess und sollte mit voller Achtsamkeit genossen Werden. Und um die Frage zu beantworten : ja man kann glücklich und zufrieden single sein! Wenn man den fokus auf die positiven Möglichkeiten setzt und sie in voller Achtsamkeit und liebe nutzt. Denn wenn jeder einzelne doch zufrieden mit seinem eigenen lebensweg ist, bildet das doch auch eine immens gute Grundlage für eine Partnerschaft! (z. B. Träume zu erfüllen, etwas tun was mit dem alten Partner nicht möglich war, sich engagieren etc). 

  • 19.03.23, 10:01

     

    SUMMERFEELING:

    LEBE IM HIER UND JETZT!.png

    Uiii... Da hast du die Latte aber sehr hoch angesetzt🤣🤣🤣aber ja ich gebe dir vollkommen recht. Ich glaube grundsätzlich sollte man wenn Tag X im Leben kommt, sich nicht reuigen sein, etwas nicht getan zu haben, sondern sagen können. Ich hatte ein tolles Leben. Durfte viele Menschen in ihrem Leben begleiten, wie auch sie mich und im besten Fall darf ich etwas von mir hinterlassen und selbst wenn es nur ein positiver Gedanke oder Erfahrung bei einem anderen Menschen ist. 

  •  

    Ruth H.:

     

    Man sehnt sich zwar immer nach Perfektheit.  Denke das Leben ist genau in seiner Unperfektheit perfekt. Es sollte eben einfach so sein. Wir koennen doch nicht immer alles steuern,das waere fuer uns Überforderung. Vieles passiert durch Zufall wenn man es nicht erwartet, Menschen,Begegenungen und vieles mehr.

    Das "perfekte" Leben - eine Wunschvorstellung - vor allem bedeutet ein erfülltes Leben für jeden etwas anderes! Aber woran sollen wir uns sonst orientieren?

    Bereits Seneca sagte: „Wenn man nicht weiß, welchen Hafen man ansteuert, ist kein Wind günstig.“ 

     

    Alles "im Griff haben" ist ebenfalls eine Illusion, denn oft sind wir Gefühlen ausgeliefert, die wir nicht steuern können. 

     

    Dass der Zufall in unserem Leben manchmal eine Rolle spielt, haben wir alle schon mehrmals erfahren. 

    Aber ergibt es einen Sinn, wenn ich darauf warte? Das kann ewig dauern und währenddessen vergeht wertvolle Zeit - wir haben kein zweites Leben, das sollte uns stets bewusst sein!

     

    Fazit: Wir benötigen eine "Kultur des Handelns": Aber gerade der Schritt vom Denken zum Handeln fällt manchen schwer.

     

     

     

     

     

  • 18.03.23, 23:14

     

    SUMMERFEELING:

    "Nur wer die Sehnsucht kennt, weiß, was ich leide."

     Johann Wolfgang von Goethe

     

    Sehnsucht ist die Vorstellung davon, was das perfekte Leben ausmachen würde. Das ist zwar realistisch betrachtet schwer oder nie erreichbar,  jeder Mensch hat auch eine ganz persönliche Vorstellung davon, wie dieses "perfekte Leben" aussehen könnte.  

    Für den einen ist dies das Zusammenleben mit einem Partner in perfekter Harmonie, für den anderen ein Leben in vollkommener Unabhängigkeit und Autonomie - das haben die Diskussionsteilnehmer zum Ausdruck gebracht.

    Süß sind die Phantasien vom Ersehnten, von dem, was das Leben perfekt machen würde. Bitter ist das Wissen darum, dass es sich dabei um etwas Unerreichbares handelt.


    Vielleicht hast du einmal die "große Liebe" gefunden - wenn du sie  erlebt hast, kannst du sie nicht wieder vergessen. Du kannst dir nicht vorstellen, die Gefühle, die  deine Partnein/ dein Partner in dir hervorgerufen hat, je mit jemand anderem zu teilen. 
    Das Fatale daran ist: Einmal erlebt, kannst du sie nicht wieder vergessen. Auch wenn du realistisch zurückblickst und dich an weniger schöne Momente erinnerst: Die Gefühle bleiben! 


    Aber wie gehen wir damit um? Warten, dass noch einmal der "Blitz" einschlägt? Andererseits bedrängt dich das Gefühl, dass dir die Zeit davonläuft und wertvolle Zeit verstreicht.
    Oder doch lieber einen Kompromiss eingehen, mit dem du leben kannst? 

    Man sehnt sich zwar immer nach Perfektheit.  Denke das Leben ist genau in seiner Unperfektheit perfekt. Es sollte eben einfach so sein. Wir koennen doch nicht immer alles steuern,das waere fuer uns Überforderung. Vieles passiert durch Zufall wenn man es nicht erwartet, Menschen,Begegenungen und vieles mehr.

  • 18.03.23, 17:32 - Zuletzt bearbeitet 18.03.23, 17:33.

     

    Susanna:

    Meine Frage: gibt es in unserer Altersgruppe noch Männerund Frauen, die Wert auf eine niveauvolle und harmonische Beziehung legen? Oder  ist ( wird) man nach längerem Alleinsein zu egoistisch um " Kompromisse " einzugehen? 

    Ich bin seit längerer Zeit alleine,  bin ,wenn ich ehrlich bin, am Anfang schwer damit zurecht gekommen,  inzwischen geht's mir gut damit,  trotzdem hab ich Sehnsucht nach Zweisamkeit,  gute Gespräche , gemeinsam Lachen und vieles mehr...

    Ich glaube nicht das es eine Frage des Alters ist sondern der Einstellung oder wie Mann oder Frau damit umgeht. 

    Früher war man auf einander existenziell angewiesen. Heute ist das nicht mehr so. 

    Ich glaube grundsätzlich überlegt man einfach länger, spürt mehr in sich hinein, wägt vor und Nachteile ab und lässt sich mit mancher Entscheidung viel Zeit. Ja vielleicht spielt sogar eine gewisse Prokastination hinein, da ja weniger Druck von aussen kommt und es in der heutigen Zeit legitimer ist alleine zu bleiben und so fehlt vielleicht die Notwendigkeit. 

    Ja ich begreife dich gut. 

    Ich bin an sich gerne alleine.. Meistere mein Leben, aber es gibt Momente, da wäre man froh, jemanden im Rücken zu haben und zu spüren. Jemand der auch mal trägt (und. das meine ich nicht physisch) und ja ganz klar, ich steh dazu.. Ich mich als Frau auch einmal schwach fühlen darf.. Und durch den Mann beschützt und sicher fühle.

  • 18.03.23, 14:15

    Die Beiträge sind passend

  • 18.03.23, 14:04

    Meine Frage: gibt es in unserer Altersgruppe noch Männerund Frauen, die Wert auf eine niveauvolle und harmonische Beziehung legen? Oder  ist ( wird) man nach längerem Alleinsein zu egoistisch um " Kompromisse " einzugehen? 

    Ich bin seit längerer Zeit alleine,  bin ,wenn ich ehrlich bin, am Anfang schwer damit zurecht gekommen,  inzwischen geht's mir gut damit,  trotzdem hab ich Sehnsucht nach Zweisamkeit,  gute Gespräche , gemeinsam Lachen und vieles mehr...

  •  

    Iris:

    Und: es ist irgendwie tröstlich, zu wissen, dass man nicht die einzige Person ist, die in dieser oder einer ähnlichen Situation irgendwie weiter leben muss...mehr konnte m.E. diese "Diskussion" leider nicht leisten. Trotzdem danke an G. für die Anregung. 

    Eine Diskussion kann nur Ansätze liefern - wie der Einzelne damit umgeht, bleibt immer "seine Sache".

    Es gibt leider keine Patentlösung! 

     

     

  • 18.03.23, 11:45

    Und: es ist irgendwie tröstlich, zu wissen, dass man nicht die einzige Person ist, die in dieser oder einer ähnlichen Situation irgendwie weiter leben muss...mehr konnte m.E. diese "Diskussion" leider nicht leisten. Trotzdem danke an G. für die Anregung. 

  • 18.03.23, 11:37

    Auch ich habe eine Liebe verloren bzw. kann sie nicht verwirklichen. Ein Rezept für das Weiterleben gibt es nicht, aber ein Singleleben muss nicht freudlos sein....

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  • "Nur wer die Sehnsucht kennt, weiß, was ich leide."

     Johann Wolfgang von Goethe

     

    Sehnsucht ist die Vorstellung davon, was das perfekte Leben ausmachen würde. Das ist zwar realistisch betrachtet schwer oder nie erreichbar,  jeder Mensch hat auch eine ganz persönliche Vorstellung davon, wie dieses "perfekte Leben" aussehen könnte.  

    Für den einen ist dies das Zusammenleben mit einem Partner in perfekter Harmonie, für den anderen ein Leben in vollkommener Unabhängigkeit und Autonomie - das haben die Diskussionsteilnehmer zum Ausdruck gebracht.

    Süß sind die Phantasien vom Ersehnten, von dem, was das Leben perfekt machen würde. Bitter ist das Wissen darum, dass es sich dabei um etwas Unerreichbares handelt.


    Vielleicht hast du einmal die "große Liebe" gefunden - wenn du sie  erlebt hast, kannst du sie nicht wieder vergessen. Du kannst dir nicht vorstellen, die Gefühle, die  deine Partnein/ dein Partner in dir hervorgerufen hat, je mit jemand anderem zu teilen. 
    Das Fatale daran ist: Einmal erlebt, kannst du sie nicht wieder vergessen. Auch wenn du realistisch zurückblickst und dich an weniger schöne Momente erinnerst: Die Gefühle bleiben! 


    Aber wie gehen wir damit um? Warten, dass noch einmal der "Blitz" einschlägt? Andererseits bedrängt dich das Gefühl, dass dir die Zeit davonläuft und wertvolle Zeit verstreicht.
    Oder doch lieber einen Kompromiss eingehen, mit dem du leben kannst? 

  • 17.03.23, 23:59

    Manchmal finde ich das alleine sein nicht schoen. Wenn man sich mit allem alleine durchkämpfen muss, zum Beispiel mit den Aemtern wie Steueramt,Pensionskasse AHV und einiges mehr,koennte man schon mal jemand an der Seite brauchen. Ein Partner koennte einem da schon eine Stütze sein. Aber natuerlich ist der Partner nicht generell dazu da,sondern der Liebe wegen.

  •  

    Schneewittchen:

     

    Grüne Fee:

     

    Ja ich habe Alleinsein in den letzten Jahren gelernt...oder besser es als wertvolle zeit mit mir kennengelernt. Eine große Erfahrung

    Also ich bin nicht gerne alleine auch wenn es manche Vorteile hat. Nichts geht über eine harmonische und niveauvolle Beziehung.  

    Wenn du auch eine "harmonische und niveauvolle Beziehung" über alles stellst, ist es aus meiner Sicht genau so wichtig, Zeit für sich alleine zu haben - Zeit, um in sich hineinzuhorchen. 

    Es ist ein Lernprozess und kostet manchmal Überwindung, denn es können auch unangenehme Dinge zu Tage treten.

     

     

     

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    Grüne Fee:

     

    SUMMERFEELING:

     


    Sich selbst aushalten ist immer eine Herausforderung. Aber die Versuchung ist groß, sich ständig abzulenken und Vermeidungsstrategien anzuwenden, um unangenehmen Gedanken, Gefühlen und Emotionen zu entkommen.  

    In der heutigen Zeit sind wir alle rund um die Uhr abgelenkt und es bleibt selten Zeit, sich beispielsweise auf das Lesen eines Buchs zu konzentrieren.  


    Für viele bedeutet Alleinsein gleichzeitig aber auch Einsamkeit und das hat einen negativen Beigeschmack.  Alleinsein ist ein Zustand, der – wenn wir ihn erst einmal zulassen – sehr erfüllend sein kann und keinesfalls negativ ist. 
    Ganz alleine und nur mit mir selbst! Jetzt kann ich allein unbeeinflusst bestimmen und es geht um meine eigenen Bedürfnisse. 


    Ein Vergleich: Ich reise gern mit Bekannten oder Freunden. Aber genauso schätze ich das Alleinreisen. Bist du alleine unterwegs, gehst du anders auf fremde Menschen zu und es ergeben sich spannende Begegnungen. 

     

    Auch in Beziehungen sollte auf Freiräume geachtet werden, dass jeder die Möglichkeit hat, Zeit für sich allein zu haben. Alleinsein bedeutet auch, sich in sich selbst auszuruhen. 

     


     

    Ja ich habe Alleinsein in den letzten Jahren gelernt...oder besser es als wertvolle zeit mit mir kennengelernt. Eine große Erfahrung

    Also ich bin nicht gerne alleine auch wenn es manche Vorteile hat. Nichts geht über eine harmonische und niveauvolle Beziehung.  

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