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  • IST "SINGLE-SEIN" WIRKLICH SO TOLL?

    Diskussion · 2.288 Beiträge · 204 Gefällt mir · 46.356 Aufrufe

    Wenn ich meinen Bekannten zuhöre, wie sie von ihrem unabhängigen Single-Dasein schwärmen, habe ich manchmal das Gefühl, dass sie sich oft selbst etwas vormachen. Gewisse Zeit, das kenne ich selbst aus Erfahrung, kann es ja passen, wenn man seine persönliche Freiheit auslebt.
    Aber sind nicht Zweisamkeit, sowie körperliche Nähe menschliche Grundbedürfnisse? Die Aussage: "Ich bin gerade nicht für eine Beziehung zu haben, aber wir können ja ein bisschen Spaß haben", halte ich für gefährlich. Es sind doch immer Gefühle im Spiel, die damit oft zutiefst verletzt werden.
    Vielleicht ist es auch eine Frage des Alters, dass man sich nach einem geliebten Partner sehnt … nach Geborgenheit... nach Vertrautheit. Aber oft sind überzogene Wunschvorstellungen, die kaum erfüllt werden können, ein unüberwindbares Hindernis.
    Man kann es auch praktisch sehen: Zu zweit kann man sich Verpflichtungen aufteilen, sich ergänzen usw.

    Was meint ihr dazu?
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    04.02.19, 11:51

Beiträge

  • Hier noch ein Spruch. Ob der so wahr ist?!


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  • ✗ Dieser Inhalt wurde von Ehemaliges Mitglied wieder gelöscht.
  • 10.02.20, 18:47


    Dem ist nichts hinzuzufügen.  Leider trifft spruch 1 für mich zu 200% zu. spruch 2 zu 100% und spruch 3 zu etwa 50% zu   aber ich kann halt auch nicht so einfach aus meiner haut raus. spruch 1 konnte ich schon einmal vor 30 jahren "aushebeln" aber habe halt auch lange suchen und warten müssen. :-(  aber vielleicht habe ich ja glück und es gelingt mir wieder

  • Ingrid:

    aus "Narziß und Goldmund" von Hermann Hesse:

    " GELIEBT ZU WERDEN IST KEIN GLÜCK........

    LIEBEN, DAS IST GLÜCK "

    Segen und Glück.jpg

    Zwei Männer, zwei Sichtweisen 🤔

  • Michael:

    SUMMERFEELING:

    Garfunkel:

    .. ich hab mich relativ viel mit der Glücksforschung befasst, und da schreibt etwa Sonja Lyubomirsky in "The myths of happiness", dass Singles dann glücklich sein können, wenn sie einen stabilen, nährenden Freundes- oder Familienkreis haben. Nebensächlich wird die Partnersuche auch dann, wenn man einen starken "Sinnaufruf" (Viktor Frankl) hat, also etwa einen Beruf der einen fasziniert oder ein soziales Engagement ..

    Danke für diesen Beitrag! Ich stimme zu, dass ein wesentlicher Punkt für ein glückliches Single-Dasein ein intaktes Umfeld ist! Vor allem kommt es auf die Qualität der Beziehungen an! Dass du auch einen Ansprechpartner findest, der bereit ist, auf dich zuzugehen, wenn es dir einmal nicht gut geht. 

    Wer nicht das Glück hat, merkt schnell, dass Freunde und Bekannte zwar die "sonnigen" Seiten mit dir teilen, sich aber zurückziehen, wenn´s ans "Eingemachte" geht. Dann stehst du oft allein da und musst selbst damit fertig werden. 

    Ist ein Aufgehen im Beruf oder im sozialen Engagement nicht der Versuch, eine Leere auszufüllen, die durch die Lebensumstände entstanden ist?

    Ich habe einmal eine Ärztin kennengelernt, die nicht nur einen fordernden Beruf ausübte, sondern am Wochenende Notarzteinsätze flog und im Urlaub als Schiffsärztin auf Donauschiffen arbeitete.

    "Ich habe nur mehr die Arbeit gesehen und vergessen zu leben!", meinte sie zu mir. 


    Natürlich ist ein Aufgehen im Beruf oder soziales Engagement oftmals (wahrscheinlich öfter als man denkt)  ein Versuch eine Leere aufzufüllen. Aufgehen im Beruf das tue ich zwar auch nicht und ein allzugroßes Engagement im sozialen Bereich habe ich auch nicht. Wobei mir meine Mitmenschen aber nicht egal sind. Wenn mich jemand braucht dann bin ich der letzte der nicht alles gibt um zu helfen. Wobei ich schon auch manchmal den Eindruck gehabt habe, jetzt bist du aber ausgenutzt worden.  Ich selbst fülle diese Leere eben damit das ich halt sehr häufig fortgehe um halt für kurze Zeit diese Leere vergessen zu können. Wirklich befriedigend ist das zwar auch nicht aber doch noch besser als gar Nichts. (Wem geht es eigentlich auch noch so?) Wenn ich nachdenke fallen mir eigentlich nur zwei bis drei Freunde ein die sicher zu mir stehen wenn es mal ans Eingemachte geht. Eine hat es sogar schon bewiesen, und ich denke das ist wahrscheinlich gar nicht mal so wenig. Trotzdem habe ich auch freude an den Freunden die wahrscheinlich eher nur die Sonnenseiten mit mir teilen. Vorher weiß man ohnehin nicht wer in einer dunklen Stunde zu einem steht ich jedenfalls war froh diese eine Freundin zu haben die mir eine riesige Hilfe in meinen dunkelsten Stunden war. Natürlich gab es da auch andere die mir geholfen haben und auch diesen bin ich sehr sehr dankbar. Leider gab es halt auch andere die mir nicht beigestanden sind (und von denen ich das nie erwartet hätte) die die Situation zu ihren Vorteil ausgenutzt haben und mich damit in ein noch tieferes Loch gestoßen haben. Aber jetzt weiß ich wenigstens wer ein wirklicher Freund ist.

    Danke, Michael! Sehr ehrlich geschrieben … ich kann vieles auf Grund meiner persönlichen Erfahrungen nur bestätigen: Klüger ist man erst im Nachhinein! 

    Wahre Freundschaft ist so selten wie die große Liebe! 

    Für mich gilt: Wenn jemand aus dem Freundeskreis Hilfe braucht, bin ich ohne Wenn und Aber da, auch wenn´s nachteilig für mich ist! Umgekehrt sieht´s manchmal anders aus.

  • aus "Narziß und Goldmund" von Hermann Hesse:

    " GELIEBT ZU WERDEN IST KEIN GLÜCK........

    LIEBEN, DAS IST GLÜCK "

  • SUMMERFEELING:

    Heute möchte ich mein Statement zum Thema mit  einem Liedtext von Haindling beginnen: 

    "Und koana woass, wos eahm no alles blüht, ja so klingt’s auf dera Welt -das ewige Lied. Und wenn ma oid is, hofft ma noamoal auf a lebn und af aamoal merkt ma dann, jo des is gwesn!"

    (aus: Das ewige Lied)

    Was nutzt uns denn unser unverbindliches Single-Leben, wenn wir alt und gebrechlich sind? Die Vorstelllung ist nicht angenehm: Du lebst alleine und die Zeiten, in denen du fit und gesund warst, sind Geschichte. Es kommt vielleicht  der Tag, an dem du einen Moment unvorsichtig bist, in der Wohnung stürzt und aus eigener Kraft nicht mehr aufstehen kannst. Deine Kinder leben in einer anderen Stadt, deine Enkel kommen höchstens zu Weihnachten oder am Geburtstag vorbei, auch deine Freunde sind selbst alt und irgendwie ist der Kontakt auch schon länger abgerissen. Jetzt musst du abwarten und  hoffen, dass irgendwer dich findet. Vielleicht merkt es der Nachbar, dass etwas nicht stimmt! Vielleicht! Du wirst ins Krankenhaus gebracht und anschließend von dort in ein Pflegeheim in der Nähe. Dort verbringst du deine Zeit alleine – als Fremde(r) unter Fremden! Nicht unbedingt eine Wunschvorstellung! 

    Möglich, dass es der Preis der modernen Gesellschaft ist: Ist es doch verlockend, sich die Bestätigung einfach bei Fremden über die sozialen Medien zu holen, statt an Beziehungen zu arbeiten. Und wenn du Probleme hast, bekommst du dann Sprüche zu hören wie: "Sorge dich nicht, lebe!Lebe im Hier und Jetzt und denke nicht an morgen! Tanze den Tag!" Toll, das nennt man Empathie und hilft dir weiter! Ich spreche aus Erfahrung! 

    Wir wissen nicht, was auf uns zukommt! Ich könnte viele Geschichten erzählen aus meinem Erfahrungsbereich: Meine Mutter lebte alleinstehend in einer Wohnung und ich versuchte sie zu motivieren, möglich aktiv das Leben zu gestalten. Es funktionierte bis zu dem Tag, als sie bei einem Pensionistenausflug ein "Blackout" erlebte und kurzzeitig in Ohnmacht fiel. Sie mied jetzt alles und zog sich immer mehr zurück. Ihre Andeutungen nahm ich nicht ernst genug. Leider! Schließlich wählte sie den Freitod, indem sie sich vor den Zug warf! Sie wollte anderen nicht zur Last fallen.

    Noch ein Satz zum Schluss: Du kannst mitten unter Menschen allein und einsam sein! 


    Lieber Guenther. Das sind wichtige Dinge, die du da ansprichst.

    Ich würd aber dennoch eine Trennung wagen....Trennung zwischen Partnerschaft und nahen Familien- Bezugsmenschen.

    Es gab eine Zeit, da das nicht getrennt war.

    Heute - so wie Du sagst - sind wir alle so toll "EIGENSTÄNDIG"...... So eigenständig, dass wir dann schlussendlich allein dastehen......

    Ideal wäre....... eine Partnerschaft mit allem auf und ab UND eine Familie bzw Sippe. Alle für einen, einer für alle :-)

    Lieben Gruß

    Ingrid

  • 10.02.20, 17:57

    SUMMERFEELING:

    Garfunkel:

    .. ich hab mich relativ viel mit der Glücksforschung befasst, und da schreibt etwa Sonja Lyubomirsky in "The myths of happiness", dass Singles dann glücklich sein können, wenn sie einen stabilen, nährenden Freundes- oder Familienkreis haben. Nebensächlich wird die Partnersuche auch dann, wenn man einen starken "Sinnaufruf" (Viktor Frankl) hat, also etwa einen Beruf der einen fasziniert oder ein soziales Engagement ..

    Danke für diesen Beitrag! Ich stimme zu, dass ein wesentlicher Punkt für ein glückliches Single-Dasein ein intaktes Umfeld ist! Vor allem kommt es auf die Qualität der Beziehungen an! Dass du auch einen Ansprechpartner findest, der bereit ist, auf dich zuzugehen, wenn es dir einmal nicht gut geht. 

    Wer nicht das Glück hat, merkt schnell, dass Freunde und Bekannte zwar die "sonnigen" Seiten mit dir teilen, sich aber zurückziehen, wenn´s ans "Eingemachte" geht. Dann stehst du oft allein da und musst selbst damit fertig werden. 

    Ist ein Aufgehen im Beruf oder im sozialen Engagement nicht der Versuch, eine Leere auszufüllen, die durch die Lebensumstände entstanden ist?

    Ich habe einmal eine Ärztin kennengelernt, die nicht nur einen fordernden Beruf ausübte, sondern am Wochenende Notarzteinsätze flog und im Urlaub als Schiffsärztin auf Donauschiffen arbeitete.

    "Ich habe nur mehr die Arbeit gesehen und vergessen zu leben!", meinte sie zu mir. 


    Natürlich ist ein Aufgehen im Beruf oder soziales Engagement oftmals (wahrscheinlich öfter als man denkt)  ein Versuch eine Leere aufzufüllen. Aufgehen im Beruf das tue ich zwar auch nicht und ein allzugroßes Engagement im sozialen Bereich habe ich auch nicht. Wobei mir meine Mitmenschen aber nicht egal sind. Wenn mich jemand braucht dann bin ich der letzte der nicht alles gibt um zu helfen. Wobei ich schon auch manchmal den Eindruck gehabt habe, jetzt bist du aber ausgenutzt worden.  Ich selbst fülle diese Leere eben damit das ich halt sehr häufig fortgehe um halt für kurze Zeit diese Leere vergessen zu können. Wirklich befriedigend ist das zwar auch nicht aber doch noch besser als gar Nichts. (Wem geht es eigentlich auch noch so?) Wenn ich nachdenke fallen mir eigentlich nur zwei bis drei Freunde ein die sicher zu mir stehen wenn es mal ans Eingemachte geht. Eine hat es sogar schon bewiesen, und ich denke das ist wahrscheinlich gar nicht mal so wenig. Trotzdem habe ich auch freude an den Freunden die wahrscheinlich eher nur die Sonnenseiten mit mir teilen. Vorher weiß man ohnehin nicht wer in einer dunklen Stunde zu einem steht ich jedenfalls war froh diese eine Freundin zu haben die mir eine riesige Hilfe in meinen dunkelsten Stunden war. Natürlich gab es da auch andere die mir geholfen haben und auch diesen bin ich sehr sehr dankbar. Leider gab es halt auch andere die mir nicht beigestanden sind (und von denen ich das nie erwartet hätte) die die Situation zu ihren Vorteil ausgenutzt haben und mich damit in ein noch tieferes Loch gestoßen haben. Aber jetzt weiß ich wenigstens wer ein wirklicher Freund ist.

  • 10.02.20, 16:40 - Zuletzt bearbeitet 10.02.20, 16:41.

    Heute möchte ich mein Statement zum Thema mit  einem Liedtext von Haindling beginnen: 

    "Und koana woass, wos eahm no alles blüht, ja so klingt’s auf dera Welt -das ewige Lied. Und wenn ma oid is, hofft ma noamoal auf a lebn und af aamoal merkt ma dann, jo des is gwesn!"

    (aus: Das ewige Lied)

    Was nutzt uns denn unser unverbindliches Single-Leben, wenn wir alt und gebrechlich sind? Die Vorstelllung ist nicht angenehm: Du lebst alleine und die Zeiten, in denen du fit und gesund warst, sind Geschichte. Es kommt vielleicht  der Tag, an dem du einen Moment unvorsichtig bist, in der Wohnung stürzt und aus eigener Kraft nicht mehr aufstehen kannst. Deine Kinder leben in einer anderen Stadt, deine Enkel kommen höchstens zu Weihnachten oder am Geburtstag vorbei, auch deine Freunde sind selbst alt und irgendwie ist der Kontakt auch schon länger abgerissen. Jetzt musst du abwarten und  hoffen, dass irgendwer dich findet. Vielleicht merkt es der Nachbar, dass etwas nicht stimmt! Vielleicht! Du wirst ins Krankenhaus gebracht und anschließend von dort in ein Pflegeheim in der Nähe. Dort verbringst du deine Zeit alleine – als Fremde(r) unter Fremden! Nicht unbedingt eine Wunschvorstellung! 

    Möglich, dass es der Preis der modernen Gesellschaft ist: Ist es doch verlockend, sich die Bestätigung einfach bei Fremden über die sozialen Medien zu holen, statt an Beziehungen zu arbeiten. Und wenn du Probleme hast, bekommst du dann Sprüche zu hören wie: "Sorge dich nicht, lebe!Lebe im Hier und Jetzt und denke nicht an morgen! Tanze den Tag!" Toll, das nennt man Empathie und hilft dir weiter! Ich spreche aus Erfahrung! 

    Wir wissen nicht, was auf uns zukommt! Ich könnte viele Geschichten erzählen aus meinem Erfahrungsbereich: Meine Mutter lebte alleinstehend in einer Wohnung und ich versuchte sie zu motivieren, möglich aktiv das Leben zu gestalten. Es funktionierte bis zu dem Tag, als sie bei einem Pensionistenausflug ein "Blackout" erlebte und kurzzeitig in Ohnmacht fiel. Sie mied jetzt alles und zog sich immer mehr zurück. Ihre Andeutungen nahm ich nicht ernst genug. Leider! Schließlich wählte sie den Freitod, indem sie sich vor den Zug warf! Sie wollte anderen nicht zur Last fallen.

    Noch ein Satz zum Schluss: Du kannst mitten unter Menschen allein und einsam sein! 

  • SUMMERFEELING:

    Garfunkel:

    .. ich hab mich relativ viel mit der Glücksforschung befasst, und da schreibt etwa Sonja Lyubomirsky in "The myths of happiness", dass Singles dann glücklich sein können, wenn sie einen stabilen, nährenden Freundes- oder Familienkreis haben. Nebensächlich wird die Partnersuche auch dann, wenn man einen starken "Sinnaufruf" (Viktor Frankl) hat, also etwa einen Beruf der einen fasziniert oder ein soziales Engagement ..

    Danke für diesen Beitrag! Ich stimme zu, dass ein wesentlicher Punkt für ein glückliches Single-Dasein ein intaktes Umfeld ist! Vor allem kommt es auf die Qualität der Beziehungen an! Dass du auch einen Ansprechpartner findest, der bereit ist, auf dich zuzugehen, wenn es dir einmal nicht gut geht. 

    Wer nicht das Glück hat, merkt schnell, dass Freunde und Bekannte zwar die "sonnigen" Seiten mit dir teilen, sich aber zurückziehen, wenn´s ans "Eingemachte" geht. Dann stehst du oft allein da und musst selbst damit fertig werden. 

    ganz genau lieber Guenther....wenn nicht eine wirkliche Nähe-Beziehung kann man/frau nicht drauf hoffen, dass auch in "schlechten Zeiten" Beistand gegeben wird ....liegt aber auf der Hand ?!?!?

    Ist ein Aufgehen im Beruf oder im sozialen Engagement nicht der Versuch, eine Leere auszufüllen, die durch die Lebensumstände entstanden ist?

    yep - unbewusst durchaus möglich......braucht wohl viel Selbstreflektion, sich sowas einzugestehn :-)

    Ich habe einmal eine Ärztin kennengelernt, die nicht nur einen fordernden Beruf ausübte, sondern am Wochenende Notarzteinsätze flog und im Urlaub als Schiffsärztin auf Donauschiffen arbeitete.

    "Ich habe nur mehr die Arbeit gesehen und vergessen zu leben!", meinte sie zu mir. 

  • Garfunkel:

    .. ich hab mich relativ viel mit der Glücksforschung befasst, und da schreibt etwa Sonja Lyubomirsky in "The myths of happiness", dass Singles dann glücklich sein können, wenn sie einen stabilen, nährenden Freundes- oder Familienkreis haben. Nebensächlich wird die Partnersuche auch dann, wenn man einen starken "Sinnaufruf" (Viktor Frankl) hat, also etwa einen Beruf der einen fasziniert oder ein soziales Engagement ..

    Danke für diesen Beitrag! Ich stimme zu, dass ein wesentlicher Punkt für ein glückliches Single-Dasein ein intaktes Umfeld ist! Vor allem kommt es auf die Qualität der Beziehungen an! Dass du auch einen Ansprechpartner findest, der bereit ist, auf dich zuzugehen, wenn es dir einmal nicht gut geht. 

    Wer nicht das Glück hat, merkt schnell, dass Freunde und Bekannte zwar die "sonnigen" Seiten mit dir teilen, sich aber zurückziehen, wenn´s ans "Eingemachte" geht. Dann stehst du oft allein da und musst selbst damit fertig werden. 

    Ist ein Aufgehen im Beruf oder im sozialen Engagement nicht der Versuch, eine Leere auszufüllen, die durch die Lebensumstände entstanden ist?

    Ich habe einmal eine Ärztin kennengelernt, die nicht nur einen fordernden Beruf ausübte, sondern am Wochenende Notarzteinsätze flog und im Urlaub als Schiffsärztin auf Donauschiffen arbeitete.

    "Ich habe nur mehr die Arbeit gesehen und vergessen zu leben!", meinte sie zu mir. 

  • 09.02.20, 20:47

    .. ich hab mich relativ viel mit der Glücksforschung befasst, und da schreibt etwa Sonja Lyubomirsky in "The myths of happiness", dass Singles dann glücklich sein können, wenn sie einen stabilen, nährenden Freundes- oder Familienkreis haben. Nebensächlich wird die Partnersuche auch dann, wenn man einen starken "Sinnaufruf" (Viktor Frankl) hat, also etwa einen Beruf der einen fasziniert oder ein soziales Engagement ..

  • 08.02.20, 18:38

    Klaus:

    Dem Artikel ist einfach nichts hinzu zufügen. Das ist die Gefühlskomponente pur. Der praktische Teil beinhaltet die gegenseitige Hilfe bei der Hausarbeit, beim Einkaufen, bei Reisen, bei Problemen etc.     LG Klaus 

    Teilen und zwar Erinnerungen, ist für mich ebenfalls ein wesentlicher Punkt bei einer Partnerschaft. 

  • 08.02.20, 18:13

    Dem Artikel ist einfach nichts hinzu zufügen. Das ist die Gefühlskomponente pur. Der praktische Teil beinhaltet die gegenseitige Hilfe bei der Hausarbeit, beim Einkaufen, bei Reisen, bei Problemen etc.     LG Klaus 

  • 29.01.20, 22:31

    Gabi:

    SUMMERFEELING:

    Wenn ich meinen Bekannten zuhöre, wie sie von ihrem unabhängigen Single-Dasein schwärmen, habe ich manchmal das Gefühl, dass sie sich oft selbst etwas vormachen. Gewisse Zeit, das kenne ich selbst aus Erfahrung, kann es ja passen, wenn man seine persönliche Freiheit auslebt.
    Aber sind nicht Zweisamkeit, sowie körperliche Nähe menschliche Grundbedürfnisse? Die Aussage: "Ich bin gerade nicht für eine Beziehung zu haben, aber wir können ja ein bisschen Spaß haben", halte ich für gefährlich. Es sind doch immer Gefühle im Spiel, die damit oft zutiefst verletzt werden.
    Vielleicht ist es auch eine Frage des Alters, dass man sich nach einem geliebten Partner sehnt … nach Geborgenheit... nach Vertrautheit. Aber oft sind überzogene Wunschvorstellungen, die kaum erfüllt werden können, ein unüberwindbares Hindernis.
    Man kann es auch praktisch sehen: Zu zweit kann man sich Verpflichtungen aufteilen, sich ergänzen usw.

    Was meint ihr dazu?

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    Erstellt: 04.02.19, 11:51

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    Mal ja, mal nein. Welche Lebenssituation oder welcher Beziehungsstatus ist schon immer toll???

    Das hängt viel von der eigenen Einstellung ab, bin ich gut vernetzt (Freundeskreis, Familie)?, sitze ich nur zuhause oder trau ich mich raus? Kann ich mit den Blicken umgehen, wenn ich alleine irgendwo auftauche? Kann ich vielleicht gar nicht alleine sein? 

    Die Bedürfnisse von Menschen sind so unterschiedlich, dass es natürlich glückliche und unglückliche Singles gibt. Und die schönen Dinge einer guten Beziehung fehlen klarerweise manchmal: Liebe, Vertrautheit, Wärme, Zärtlichkeit und gemeinsame zweisame Momente. Andere Nebenwirkungen wie Eifersucht, Streit, Besitzdenken, usw. gehen gar nicht ab.

    Meine Theorie ist sowieso, dass man erst beziehungsfähig ist, wenn man auch gut alleine sein kann. Sonst bürdet man dem Partner unter Umständen Probleme auf, die nicht seine sind und eine Beziehung dauerhaft belasten. Oder schlimmer, sie unmöglich machen. 


    Na ja eine halbwegs gute Partnerschaft halte ich persönlich noch immer für besser als das beste Single-Dasein. Ist aber wohl Ansichtssache. Bei mir ist es eben so, bei Anderen vielleicht anders.

    Wie Du richtig sagst ist es richtig gut vernetzt zu sein. Ich war es zu Beginn meines Single-Daseins nicht habe aber mittlerweile viele neue Kontakte (auch dank dieser Plattform) und mir wird (meist) nicht fad am Wochenende. Auch unter der Woche nicht. Den Großteil der Zeit ist man eh bei der Arbeit dann hat man ohnehin haushaltsmäßig was zu tun und ein gutes Buch oder mal auch ein Guter Film im TV ist ja auch nicht das Schlechteste. Aber Du hast selbstverständlich recht. Rausgehen muß man schon und (zu)trauen muß man sich auch was.  Es ist halt notwendig, daß man auf andere zugeht und selbst aktiv wird und nicht wartet bis man angesprochen wird. Das wird einem ja hier auf dieser Plattform leicht gemacht neue Menschen kennenzulernen und etwas gemeinsam zu unternehmen. Und wenn man sich sympathisch ist kann man ja auch mal was auserhalb von Friendseek ausmachen.

    Trotzdem bleibt natürlich das Manko des alleinseins. Liebe, Vertrautheit, Wärme, Zärtlichkeit und gemeinsame zweisame Momente fehlen (zumindestens mir) sehr. Das können auch die nettesten Freunde nicht ersetzen. Der Wunsch nach Liebe, Vertrautheit, Wärme, Zärtlichkeit und gemeinsame zweisame Momente ist aber wahrscheinlich bei jedem unterschiedlich stark ausgeprägt. der eine braucht mehr davon der andere halt weniger. Kommt aber sicher auch drauf an wie sehr die negativen Seiten wie Eifersucht, Streit, Besitzdenken, usw. ausgeprägt sind. Über Deine Theorie dass man erst beziehungsfähig ist, wenn man auch gut alleine sein kann muß ich erst nachdenken. Wobei ich denke, dass Menschen die so gar nicht allein sein können und sich nicht selbst beschäftigen können wahrscheinlich sich an den Partner klammern und da ist meines Erachtens nach schon der Grundstein für Eifersucht und Streit gelegt.

  • 29.01.20, 16:51

    SUMMERFEELING:

    Wenn ich meinen Bekannten zuhöre, wie sie von ihrem unabhängigen Single-Dasein schwärmen, habe ich manchmal das Gefühl, dass sie sich oft selbst etwas vormachen. Gewisse Zeit, das kenne ich selbst aus Erfahrung, kann es ja passen, wenn man seine persönliche Freiheit auslebt.
    Aber sind nicht Zweisamkeit, sowie körperliche Nähe menschliche Grundbedürfnisse? Die Aussage: "Ich bin gerade nicht für eine Beziehung zu haben, aber wir können ja ein bisschen Spaß haben", halte ich für gefährlich. Es sind doch immer Gefühle im Spiel, die damit oft zutiefst verletzt werden.
    Vielleicht ist es auch eine Frage des Alters, dass man sich nach einem geliebten Partner sehnt … nach Geborgenheit... nach Vertrautheit. Aber oft sind überzogene Wunschvorstellungen, die kaum erfüllt werden können, ein unüberwindbares Hindernis.
    Man kann es auch praktisch sehen: Zu zweit kann man sich Verpflichtungen aufteilen, sich ergänzen usw.

    Was meint ihr dazu?

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    Erstellt: 04.02.19, 11:51

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    Mal ja, mal nein. Welche Lebenssituation oder welcher Beziehungsstatus ist schon immer toll???

    Das hängt viel von der eigenen Einstellung ab, bin ich gut vernetzt (Freundeskreis, Familie)?, sitze ich nur zuhause oder trau ich mich raus? Kann ich mit den Blicken umgehen, wenn ich alleine irgendwo auftauche? Kann ich vielleicht gar nicht alleine sein? 

    Die Bedürfnisse von Menschen sind so unterschiedlich, dass es natürlich glückliche und unglückliche Singles gibt. Und die schönen Dinge einer guten Beziehung fehlen klarerweise manchmal: Liebe, Vertrautheit, Wärme, Zärtlichkeit und gemeinsame zweisame Momente. Andere Nebenwirkungen wie Eifersucht, Streit, Besitzdenken, usw. gehen gar nicht ab.

    Meine Theorie ist sowieso, dass man erst beziehungsfähig ist, wenn man auch gut alleine sein kann. Sonst bürdet man dem Partner unter Umständen Probleme auf, die nicht seine sind und eine Beziehung dauerhaft belasten. Oder schlimmer, sie unmöglich machen. 

  • 24.01.20, 18:56

    Gabriele:

    Mein Traum, Traum deshalb, weil vermutlich kaum umzusetzen, wäre es, in einer WG mit Menschen zu leben, die ähnlich "ticken", damit meine ich nicht gleiche Interessen etc. sondern Fähigkeiten wie Kommunikationsfähigkeit (Gesprächs-, Streitkultur etc.), Selbstreflexion u.ä., was eben für ein Zusammenleben/Zusammenwohnen in meinen Augen wichtig ist. Dieser Traum resultiert natürlich auch aus meiner Vorgeschichte, Lebensumstände etc.

    Nun, einsogenanntes "weites Feld", diese Frage  :)

    Hallo,  

    vorlaut möchte ich bei den WG Wünschern zu etwas anregen, zumal ich diese Plattform als ideal finde, Gleichgesinnte zusammenzubringen. 

    Stammtische, Luftschlösser, Objektbegehung - hört sich nach Spaß an, der Möglichkeit des Abschnupperns und Kennenlernens und auch der Verwirklichung.

    Liebe Grüße 

    Anna

  • liz:

    Gabriele:


    Mir gefallen die Spruchkarten :)

    Konnte die Beiträge nur "überfliegen" . Möchte jetzt auch nicht allzu Bekanntes wiederholen. Letztendlich ist es wohl eine der vielen Fragen, die Jeder nur für sich beantworten kann. Für mich persönlich ist es jedenfalls sinnvoller, als in einer "schlechten" Partnerschaft zu sein, wogegen Zweisamkeit natürlich bestimmte Grundbedürfnisse des Menschen vermutlich umfänglicher "abdeckt" (damit meine ich jetzt nicht das Körperliche, sondern im Idealfall Geborgenheit, Vertrauensperson, für wenigstens eine Person  "die Nummer1" zu sein etc.). Vielleicht kann das aber tatsächlich auch ein guter Freund/in sein.

    Ich denke die unterschiedlichen Lebensgeschichten (siehe vorherige Beiträge) führen naturgemäß zu den unterschiedlichen Einstellungen zu dieser Frage. 

    Mein Traum, Traum deshalb, weil vermutlich kaum umzusetzen, wäre es, in einer WG mit Menschen zu leben, die ähnlich "ticken", damit meine ich nicht gleiche Interessen etc. sondern Fähigkeiten wie Kommunikationsfähigkeit (Gesprächs-, Streitkultur etc.), Selbstreflexion u.ä., was eben für ein Zusammenleben/Zusammenwohnen in meinen Augen wichtig ist. Dieser Traum resultiert natürlich auch aus meiner Vorgeschichte, Lebensumstände etc.

    Nun, einsogenanntes "weites Feld", diese Frage  :)

    Single sein ist sicher spannend und interessant ,solange man jung ist und die lust und Energie hat, alles mögliche auf den Kopf zu stellen. 

    Ich war immer gerne Single... bis dann der kam, den ich seit 31 Jahren habe. 

    In meinem jetzigen Alter möchte ich wohl nicht mehr Single sein....

    Dem stimme ich vollkommen zu! Alte, alleinstehende Menschen, die "nicht mehr dazugehören" haben ein schlimmes Schicksal! Gerade in der Stadt … meine Erfahrungen sammelte ich in der Stadt Salzburg … kommen dir oft alte Menschen mit ausdruckslosen Gesichtern unter, die nicht mehr leben, sondern dahinvegetieren. 

  • 24.01.20, 16:24 - Zuletzt bearbeitet 24.01.20, 16:32.

    Gabriele:

    Mein Traum, Traum deshalb, weil vermutlich kaum umzusetzen, wäre es, in einer WG mit Menschen zu leben, die ähnlich "ticken" ...
    traum.jpg 

    Das ist auch mein Gedanke! Sehen wir es als Plan … Träume haben nämlich meistens den Beigeschmack, dass sie selten in Erfüllung gehen! LG Guenther

  • Gabriele:


    Mir gefallen die Spruchkarten :)

    Konnte die Beiträge nur "überfliegen" . Möchte jetzt auch nicht allzu Bekanntes wiederholen. Letztendlich ist es wohl eine der vielen Fragen, die Jeder nur für sich beantworten kann. Für mich persönlich ist es jedenfalls sinnvoller, als in einer "schlechten" Partnerschaft zu sein, wogegen Zweisamkeit natürlich bestimmte Grundbedürfnisse des Menschen vermutlich umfänglicher "abdeckt" (damit meine ich jetzt nicht das Körperliche, sondern im Idealfall Geborgenheit, Vertrauensperson, für wenigstens eine Person  "die Nummer1" zu sein etc.). Vielleicht kann das aber tatsächlich auch ein guter Freund/in sein.

    Ich denke die unterschiedlichen Lebensgeschichten (siehe vorherige Beiträge) führen naturgemäß zu den unterschiedlichen Einstellungen zu dieser Frage. 

    Mein Traum, Traum deshalb, weil vermutlich kaum umzusetzen, wäre es, in einer WG mit Menschen zu leben, die ähnlich "ticken", damit meine ich nicht gleiche Interessen etc. sondern Fähigkeiten wie Kommunikationsfähigkeit (Gesprächs-, Streitkultur etc.), Selbstreflexion u.ä., was eben für ein Zusammenleben/Zusammenwohnen in meinen Augen wichtig ist. Dieser Traum resultiert natürlich auch aus meiner Vorgeschichte, Lebensumstände etc.

    Nun, einsogenanntes "weites Feld", diese Frage  :)

    Hallo Gabriele!

    Ich denke,dass es in Wien ( wenn nicht dort,wo denn sonst) alle Möglichkeiten bestehen, dir deinen Traum zu erfüllen.  

    Ich habe schon viele Inserate zu diesem Thema gelesen und alle kamen aus Wien. 

    Das schwierige an der Sache wird wohl sein, die passenden WG Partner zu finden... Oder liege ich da falsch?

    Single sein ist sicher spannend und interessant ,solange man jung ist und die lust und Energie hat, alles mögliche auf den Kopf zu stellen. 

    Ich war immer gerne Single... bis dann der kam, den ich seit 31 Jahren habe. 

    In meinem jetzigen Alter möchte ich wohl nicht mehr Single sein....

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