Aus Beschreibungen anderer Diskussionen habe ich erfahren, dass viele Menschen lange Zeit in energieraubenden, zermürbenden "toxischen Beziehungen" leben und oft lange brauchen, um herauszukommen.
Das hat es meiner Meinung nach schon immer in den heftigsten Formen gegeben.
(Ist "das" heute extremer geworden?)
Es ist jedenfalls immer wichtig, aktiv und hilfreich damit umzugehen.
Ich kann es erahnen, wie verletzend und beschwerlich die Muster in diesen Beziehungen sind und was es für jemand bedeutet, jahrelang in dieser Art "Folterkammer" leben zu "müssen". Und keine Lösung, keinen Ausweg zu finden.
(Meine Trennungsphase war einige Jahre sehr belastend... für beide.)
Trauriger Beziehungsalltag!
Und womöglich verbreitet!?
Ich glaube, ich bin von beiden Richtungen her toxisch veranlagt.
Ich würde nicht immer sorgsam auf das Befinden meines Partners eingehen können, ihn nicht ernst nehmen, einiges "übersehen" und ihn verletzen.
Zum einen würde ich es auch nicht immer schaffen, sorgsam alles anzusprechen, mich ruhig und gut zu behaupten und Konfliktsituationen gemeinsam zu lösen, wenn mich mein Partner nicht wahrnimmt, abwertend behandelt und verletzt.
Beziehungsfähig sein ist eine Kunst, die gar nicht so viele "beherrschen"?!
Wir haben unsere Schwächen, Ängste, Muster, Scheuklappen...
Die, die ihre Partner toxisch "bekriegen", können wir direkt nicht ändern.
Einen "rein untoxischen" Partner zu finden hat zuletzt auch etwas mit Glück zu tun.
Aber: Vor allem kann ich selbst auf mich achten: "Einfach" mein Selbstbewusstsein aktivieren und entwickeln, rechtzeitig stopp sagen, auf eine Unstimmigkeit und Grenzüberschreitung aufmerksam machen und in eine Lösung gehen.
D.h., gemeinsam lernen und weitergehen.
Oder, wenn es mir nicht gut tut, und es sich breit macht, herausgehen.
Alles sehr leicht gesagt.
Und auch sehr idealistisch!
Aber ich habe die Wahl, wie ich reagiere, agiere, mit wem ich leben möchte, was mir gut tut und was nicht.
So entschieden zu handeln braucht Wachsamkeit, Selbstbewusstein, Sensibilität und Stärke....!
Ich habe jedenfalls die Aufgabe, mich um mich zu kümmern.
Andere Menschen zu ändern ist sie eigentlich nicht. In einer Beziehung "aufwachsen", beginnt mit Klarheit und Liebe....zu mir selbst.
Was hilft uns, uns vor allem "toxischen" in Beziehungen zu schützen?
Wir alle wüssten es...irgendwie!
Wissen und darüber schreiben ist eine Seite.
Wie es gelingen kann, um das geht es!
Was fällt dir dazu ein?
Peter