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  • „Ist Schicksal stärker als Erkenntnis?“

    Diskussion · 43 Beiträge · 5 Gefällt mir · 934 Aufrufe

    Stell dir vor, du wachst nicht in deinem heutigen Bett auf – sondern 20 Jahre in der Vergangenheit. Du bist wieder 25, aber in dir steckt das volle Wissen deines 45-jährigen Selbst.

    Du weißt, was geschehen wird. Wer stirbt. Welche Beziehungen zerbrechen. Wo Chancen verpasst und Fehler gemacht werden. Und du willst eines: helfen, warnen, retten.

     

    So ist es mir in einem Traum passiert.

    Ich stand auf dem alten Spielplatz – dort, wo wir als Jugendliche oft waren – und sprach mit meinem ältesten Freund. Ich wusste: Er würde bald sterben, weil ihn eine Sucht zerstört.

    Ich flehte ihn an, hörte mich sagen: „Du stirbst. Ich war auf deiner Beerdigung.“

    Aber er verstand mich nicht – oder wollte mich nicht verstehen.

    Die Drogen hatten bereits seine Wahrnehmung verzerrt.

    Ich konnte ihm sagen, was kommen würde – doch es änderte nichts.

     

    Und genau das wirft eine größere Frage auf:

     

    Wie viel Macht haben wir wirklich – selbst wenn wir alles wissen?

    Ist das Schicksal stärker als jede Erkenntnis?
     

    💬 Was denkst du?

    Kann man Menschen vor ihrem eigenen Weg bewahren, wenn man sieht, wohin er führt – oder braucht es immer den eigenen Entschluss zur Veränderung?

     

    Schreib deine Gedanken unten in die Kommentare.

    Ich bin gespannt auf eure Sichtweisen.

    Thomas Kissing 

    06.06.25, 12:43

Beiträge

  • 07.06.25, 13:19 - Zuletzt bearbeitet 07.06.25, 13:44.

    Ich frage mich, wenn wir genau wissen, dass Drogen nicht zu Glück, Freude, Gesundheit, Liebe, Fülle, Frieden und Freiheit führen, sondern zu Tod (Hunderttausende Tote jährlich alleine in Deutschland), Kummer, Leid, Gewalt, Krankheiten, Tragödien, Angst, Stress, Verspannung, Unruhe, Depressionen, Unglück und viel mehr, warum wir dulden, dass Drogen öffentlich beworben werden dürfen, neben Süßigkeiten in den Geschäften stehen und gefeiert werden. 

    Warum gibt es nicht tiefgründige Aufklärungskampagnen bereits in der Schule, öfters in den Nachrichten, im Radio und auf anderen Kanälen. Psychologie der Drogen, was Drogen physisch im Körper anrichten, wie sie ihn vergiften, wie sie ihn zerstören, wie sie zu Depressionen führen, dass Drogen unsere wertvollen Gefühle schädigen und sehr schlimme sowie negative Gefühle hervorrufen, wie Drogen Körper und Geist vernichten. Nikotin, Alkohol, Cannabis...

     

    Am Effektivsten ist immer, die Ursachen zu ändern, in die richtige Richtung zu lenken, die Ausrichtung neu zu kalibrieren, hinsichtlich zu dem, was wir alle (!) wollen: Liebe, Freude, Glück, Gesundheit, Fülle, Frieden und Freiheit. 

     

    Genau das möchte jemand auch erreichen, der Drogen nimmt, mit diesen Drogen. Nur warum wird nicht von klein auf den Menschen eindrücklich und zu tiefst verständlich erklärt, dass dies mit Drogen niemals nachhaltig funktioniert. Das funktioniert ausschließlich ohne Drogen - nachhaltig und auf einem sehr viel höheren Level, welches mit Drogen niemals zu erreichen ist.  

  • 07.06.25, 12:55

    Gott(Schicksal) gibt die Karten und wir spielen.

    Trifft es für mich am ehesten. Einmal gewinne ich, einmal verliere ich..... manchmal hole ich trotz schlechter Karten viel raus..... manchmal vergeige ich alles, trotz guter Karten. That's Life.

  • 07.06.25, 10:37 - Zuletzt bearbeitet 07.06.25, 10:45.

    Mit meiner heutigen Erkenntnis weiss ich, dass es all den Schmerz, aber auch all die schönen Dinge gebraucht hat um an diesen Punkt meines Lebens zu kommen. 

    Daher würde ich nichts ändern und auch nicht bei anderen Personen eingreifen um sie aus ihrer Selbstverantwortung zu nehmen. Denn ich kann nicht abschätzen, was ich dadurch an Dominoeffekt bei anderen auslösen werde. 

    Ja es ist traurig wenn jemand stirbt, aber ich bin der Überzeugung oder weiss aus Erfahrung, dass kein Mensch vergebens stirbt. Mir ist bewusst, dass jetzt viele aufschreien werden und wütend werden, wie ich so etwas Unbarmherziges schreiben kann. Die Geschichte hat gezeigt, dass es immer einen positiven Auslöser gibt, wenn zum Beispiel Schlimmes passiert. Der Mensch muss Schlimmes erfahren in welcher Bandbreite auch immer, dass er ins TUN kommt. Und somit aus allem Negativen entsteht etwas Positives, auch wenn wir es im ersten Moment nicht sehen können. 

    Dein Freund könnte ganz viele Leute davor bewahrt haben, selber in die Sucht zu fallen. Er könnte vielen Menschen durch sein frühes Ableben bewusst gemacht haben, dass das Leben kurz und kostbar ist. Wir alle sind miteinander energetisch verbunden und jeder Effekt kann auch eine Veränderung in uns auslösen. 

    Bestes und prägendes Beispiel World Trade Center etc. selbst Dinge von welchen wir direkt nicht betroffen sind, die aber an uns herangetragen werden ob über Medien oder Mund zu Mund Propoganda können einen Einfluss auf unseren Mindset haben und dann auch auf all unsere Emotionen und Gefühle. 

    Uns immer wieder bewusst werden lassen, was uns (unterschwellig) beeinflusst und zu erkennen, was es mit mir macht und wieso, ist für mich subjektiv gesehen, einer der grössten Herausforderung im Leben. 

  • 07.06.25, 08:36

    Thomas, der Fall ist aber sehr speziell: Einen Suchtkranken zu retten, indem man so etwas sagt, wie: „Ich komme aus der Zukunft und habe erlebt, dass du an deiner Sucht gestorben bist.“

    Es ist allgemein bekannt, dass Suchtmittel gefährlich sind. Er wusste es wahrscheinlich selbst. Und dass wir Leute oft nicht überzeugen können ist auch auch eine Binsenweisheit. In der Psychologie nennt man das Epistemic Vigilance. Mangelnde Überzeugungskraft beweist kein Schicksal, ist aber eine so steile Hürde, dass sie Schicksal schon recht nahe kommt.

  • 07.06.25, 08:32

    Ich halte es in diesen schwierigen Situationen obwohl ich nicht gläubig bin mit Franz von Assisi:

     

    Lasst uns danach streben, die Gelassenheit zu erreichen, die unvermeidlichen Dinge anzunehmen, den Mut, die Dinge zu ändern, die wir können, und die Weisheit, eines voneinander zu unterscheiden.
     

  • 07.06.25, 08:05 - Zuletzt bearbeitet 07.06.25, 08:27.

    Das einzige im Leben, dass mit Sicherheit eintritt ist der Tod. Der Rest, was einem das Leben vorgaukelt ist purer Zufall. Alles andere wäre für mich Hohn. Es ist einfacher Unheil auf Schicksal abzuschieben, zu behaupten man hätte keine Wahl gehabt.  Laut griechischer oder nordischen Mythologie, sitzt ein 3er Team von Frauen lenkend da und das ist eine schaurig schöne Vorstellung.

     

    Du hast es gut beschrieben Thomas, man kann niemandem helfen, der aufgegeben hat, sein Leben den Drogen übergeben hat, dieselbe Erfahrung habe ich auch gemacht. 

     

    Auch wenn man Menschen bei Krebserkrankungen begleitet oder bei Depressionen kann man (ausser man ist der behandelnde Arzt) nur neben an stehen, liebe geben und zusehen, hoffen.

     

    Bei Kindern ist man auch versucht, sie zu schützen vor den eigenen Erfahrungen. Man möchte sie so gerne in Watte einpacken und alles Arge von ihnen abwenden. Wie ein Schutzschild vor ihnen stehen. Sie mit den eigenen Erfahrungen belehren, damit sie nicht das gleiche erleben müssen. Auch das geht nicht. Irgendwann, je früher desto besser, muss man einsehen, dass sie Blessuren einstecken müssen, dass sie scheitern müssen, mit Frust umgehen lernen, das sie durch Liebeskummer durch müssen um lebenstüchtig und selbstständig zu werden, was ja das Ziel jeder Erziehung sein sollte. Man kann auch hier, nur mit den erste Hilfe Kasten und mit Kekse als Anlehnschulter bereit stehen. Ist heute noch so, auch wenn sie erwachsen sind.

     

    Durch meine Arbeit in Pflegeheime habe ich viele Menschen sterben sehen, einfach, schnell im besten Fall, kämpfend, ringend, schmerzvoll im schlechtesten Fall. Auch da, man kann nur da sein, jeder Tod ist wieder eigen.

     

    Welcher Tod mich am meisten durchdrang, war jener eines kleinen 2 Jährigen Mädchen mit Krebs. In die Augen zu schauen, die sich freuen, dass jemand da ist und wissen, den nächsten Tag werden diese Augen nicht mehr aufgehen. Da hätte ich die Moiren eigenhändig erwürgen können.

  • 07.06.25, 07:47

    Für mich schließt sich das nicht aus, vielleicht hatte ich wortreicher erklären sollen. Wir werden in eine bestimmte Situation hineingeboren und bekommen Dinge mit auf den Weg. Unsere Umgebung prägt uns stark, aber wir haben auch einen Willen, der bei den Menschen unterschiedlich ausgebildet ist. Ich bin meinen Weg gegangen und der zeigt mir, das ich meines Glückes Schmied bin. Wenn ich beispielsweise aus einem "ärmeren Haus" komme, muss ich selbst nicht arm bleiben. Ich kann versuchen, Dinge zu erreichen...

    Hoffentlich wird nun deutlicher was ich meine.

    Testaccount:

     

    Katharina:

     

    Da hast du vollkommen recht. Jeder ist seines Glückes Schmied.

     

    Katharina:

     

    Ich glaube auch, dass alles so kommt, wie es kommen muss. Man versteht es nur nicht immer direkt. Aber alles hat und macht Sinn!

    Was nun?

    Die beiden Beiträge schließen sich mMn aus.

    Im ersten hat man es in der Hand, im zweiten nicht.

     

  • Vielleicht:) Natürlich ist dem Menschen der freie Wille gegeben nichtsdesto trotz steht das Schicksal ob ich von links, rechts, oben oder unten komme vielleicht sogar diagonal:) Einen schönen Abend noch…

  •  

    Nina:

    Ich glaube nicht daran, dass man Schicksal abwenden kann. Meiner Ansicht nach steht es bereits geschrieben. Was wir aber ändern können, ist es wie wir in bestimmten Situationen agieren. Wir können auch versuchen uns zu ändern. Wie es aber schön heisst der Wolf vermag das Fell zu ändern aber sein Charakter nicht. 
    Wie du es bereits versucht hast, du hast alles unternommen den Menschen zu helfen aber ihr Wille war nicht stark genug, ihr Kampf etwas zu verändern nicht ausreichend. Du kannst aber für sie nicht ihr Leben leben. Das kann keiner. Du kannst nicht ihr Schicksal auf dich nehmen. 
    Ausserdem für was halten wir uns manchmal wenn wir gegen den Tod ankämpfen? Jemand sehr naher ist gestern begraben worden. Als ich den Sarg gesehen habe, dachte ich mir wie kann es sein, dass man 66 Jahre lebt und der Sarg so klein ist, wie passen nur 66 Jahre da rein? 

     

    Wer bin ich eigentlich um Ihm den Stirn zu bieten um jemandem das Leben zu verlängern, ich Normalsterbliche. Gegen das Schicksal anzukämpfen? Ich kann 1000 Erkenntnisse haben wenn Er dagegen ist, kann ich mich nur beugen. Klein ist der Mensch, nimmt sich oft zu wichtig. Gestorben wird sowieso und das ist jedermann/frau Schicksal was wiederum eine wichtige Erkenntnis ist. Irgendwie düster und negativ. Hoffentlich habe ich die Frage missverstanden.

    Danke für deinen Beitrag, Nina.

    Deine Gedanken zeigen eine klare Haltung zum Thema – und das ist wertvoll für diese Diskussion.

    Ich sehe es etwas anders: Ich glaube, wir sind nicht machtlos. Auch wenn vieles vorgegeben scheint, können wir durch unsere Entscheidungen und unser Verhalten mitgestalten, wie wir durch bestimmte Lebensphasen gehen.

    Vielleicht liegt die Wahrheit irgendwo zwischen Schicksal und Selbstverantwortung.

  • Ich glaube nicht daran, dass man Schicksal abwenden kann. Meiner Ansicht nach steht es bereits geschrieben. Was wir aber ändern können, ist es wie wir in bestimmten Situationen agieren. Wir können auch versuchen uns zu ändern. Wie es aber schön heisst der Wolf vermag das Fell zu ändern aber sein Charakter nicht. 
    Wie du es bereits versucht hast, du hast alles unternommen den Menschen zu helfen aber ihr Wille war nicht stark genug, ihr Kampf etwas zu verändern nicht ausreichend. Du kannst aber für sie nicht ihr Leben leben. Das kann keiner. Du kannst nicht ihr Schicksal auf dich nehmen. 
    Ausserdem für was halten wir uns manchmal wenn wir gegen den Tod ankämpfen? Jemand sehr naher ist gestern begraben worden. Als ich den Sarg gesehen habe, dachte ich mir wie kann es sein, dass man 66 Jahre lebt und der Sarg so klein ist, wie passen nur 66 Jahre da rein? 

     

    Wer bin ich eigentlich um Ihm den Stirn zu bieten um jemandem das Leben zu verlängern, ich Normalsterbliche. Gegen das Schicksal anzukämpfen? Ich kann 1000 Erkenntnisse haben wenn Er dagegen ist, kann ich mich nur beugen. Klein ist der Mensch, nimmt sich oft zu wichtig. Gestorben wird sowieso und das ist jedermann/frau Schicksal was wiederum eine wichtige Erkenntnis ist. Irgendwie düster und negativ. Hoffentlich habe ich die Frage missverstanden.

  • 06.06.25, 22:50

     

    Katharina:

     

    Da hast du vollkommen recht. Jeder ist seines Glückes Schmied.

     

    Katharina:

     

    Ich glaube auch, dass alles so kommt, wie es kommen muss. Man versteht es nur nicht immer direkt. Aber alles hat und macht Sinn!

    Was nun?

    Die beiden Beiträge schließen sich mMn aus.

    Im ersten hat man es in der Hand, im zweiten nicht.

  • 06.06.25, 18:05

     

    Thomas Kissing:

     

    Katharina:

     

    Ich glaube auch, dass alles so kommt, wie es kommen muss. Man versteht es nur nicht immer direkt. Aber alles hat und macht Sinn!

    Ich glaube auch, dass vieles im Leben Sinn macht – manchmal erst im Rückblick.

    Gleichzeitig bin ich überzeugt, dass wir unser Leben durch unsere Entscheidungen aktiv mitgestalten.

    Wir sind dem Schicksal nicht einfach ausgeliefert – wir haben immer wieder die Möglichkeit, neue Wege zu wählen, Verantwortung zu übernehmen und bewusst zu wachsen.

    Da hast du vollkommen recht. Jeder ist seines Glückes Schmied.

  •  

    Katharina:

     

    Johanna:

    Ich glaube jeder Mensch hat Bestimmungen im Leben ,ob er will oder nicht.Wir haben am Anfang unseres Lebens ja dazu gesagt, nur wir wissen es nicht mehr.Es ist schwer das zu begreifen.Alles was wir erleben hat einen Grund.manchmal kann man es viel später erkennen.

    Ich glaube auch, dass alles so kommt, wie es kommen muss. Man versteht es nur nicht immer direkt. Aber alles hat und macht Sinn!

    Ich glaube auch, dass vieles im Leben Sinn macht – manchmal erst im Rückblick.

    Gleichzeitig bin ich überzeugt, dass wir unser Leben durch unsere Entscheidungen aktiv mitgestalten.

    Wir sind dem Schicksal nicht einfach ausgeliefert – wir haben immer wieder die Möglichkeit, neue Wege zu wählen, Verantwortung zu übernehmen und bewusst zu wachsen.

  • 06.06.25, 17:53

     

    Johanna:

    Ich glaube jeder Mensch hat Bestimmungen im Leben ,ob er will oder nicht.Wir haben am Anfang unseres Lebens ja dazu gesagt, nur wir wissen es nicht mehr.Es ist schwer das zu begreifen.Alles was wir erleben hat einen Grund.manchmal kann man es viel später erkennen.

    Ich glaube auch, dass alles so kommt, wie es kommen muss. Man versteht es nur nicht immer direkt. Aber alles hat und macht Sinn!

  • 06.06.25, 17:42

    Ich glaube jeder Mensch hat Bestimmungen im Leben ,ob er will oder nicht.Wir haben am Anfang unseres Lebens ja dazu gesagt, nur wir wissen es nicht mehr.Es ist schwer das zu begreifen.Alles was wir erleben hat einen Grund.manchmal kann man es viel später erkennen.

  • 06.06.25, 17:09 - Zuletzt bearbeitet 06.06.25, 17:10.

     

    Thomas Kissing:

    Ich habe in meinem Leben oft geglaubt, dass Wissen Menschen retten kann. Dass, wenn man nur genug versteht – über das Leben, über sich selbst, über andere – man automatisch bessere Entscheidungen trifft. Oder anderen helfen kann, bessere Entscheidungen zu treffen. Aber so einfach ist es nicht.

     

    Ich habe Menschen verloren, obwohl ich sie gewarnt habe. Ich habe Beziehungen scheitern sehen, obwohl ich früh gespürt habe, wo es hingeht. Ich habe Freunde auf Wegen begleitet, von denen ich genau wusste, wie sie enden – und doch war ich machtlos, etwas zu verändern. Nicht, weil ich nichts gesagt hätte. Sondern weil sie nicht bereit waren, zu hören. Oder nicht in der Lage, es anzunehmen.

     

    Besonders schmerzhaft war es bei einem alten Freund, mit dem ich seit unserer Kindheit verbunden war. Ich habe gesehen, wie die Sucht ihn langsam zerstörte. Ich habe Gespräche geführt, Angebote gemacht, Unterstützung angeboten. Ich wollte ihn aufwecken. Ich dachte, ich könnte ihn retten, wenn ich nur klar genug spreche, ehrlich genug bin, präsent genug bleibe. Aber ich musste erkennen: Wenn ein Mensch sich selbst nicht retten will, kann niemand es für ihn tun. Auch nicht mit der besten Erkenntnis. Auch nicht mit der Wahrheit.

     

    Diese Erfahrung hat mich tief geprägt.

    Sie hat mich gelehrt, dass Erkenntnis zwar eine Die Erknntnis  Kraft hat – aber sie entfaltet ihre Wirkung nur, wenn der andere bereit ist, sie anzunehmen.

    Solange das nicht der Fall ist, bleibt sie wie ein Licht, das draußen vor der Tür brennt, aber nicht hineinleuchten darf.
     

    Ich habe auch in meinem eigenen Leben lernen müssen, dass Entwicklung Zeit braucht. Manchmal Jahre. Und dass man gewisse Fehler einfach selbst machen muss, um zu verstehen. Kein Wissen der Welt kann das ersetzen.
     

    Heute glaube ich:

    Erkenntnis kann das Schicksal verändern – aber nur, wenn der Mensch innerlich bereit ist, etwas zu verändern.

    Ohne diesen inneren Entschluss bleibt alles beim Alten, selbst wenn du die Zukunft klar vor Augen hast.

     

    Mich interessiert:

    Hast du ähnliche Erfahrungen gemacht?

    Wann hat Erkenntnis in deinem Leben etwas bewegt – und wann war sie machtlos?

     

    Ich freue mich auf den Austausch.

    – Thomas Kissing

     

    Die Kenntnis und das Wissen sind das eine, das danach handeln ist das andere. Es mag sich Strange anhören, aber Letztere braucht Kraft und Spirit. Vielen fehlt es. Außerdem gibt es viele böse Kräfte, die Menschen in die Irre leiten, ruinieren oder böse machen. Mit der Vermittlung von Wissen und Kenntnissen oder Warnung  ist es daher reglmäßig nicht getan. Du müsstest die Menschen im Innern erreichen. Außerhalb der Familie gelingt es vermutlich nie.

     

  • 06.06.25, 14:24

     

    Sunny:

    Das Leben kann nur rückwärts verstanden,  aber nur vorwärts gelebt werden. 

    Deshalb auch Leben - Nebel😊

  • 06.06.25, 14:19 - Zuletzt bearbeitet 06.06.25, 14:20.

    Das Leben kann nur rückwärts verstanden,  aber nur vorwärts gelebt werden. 

  •  

    Katharina:

    Erkenntnis bringt nur mir etwas, wobei ich zwar etwas erkennen, also verstehen kann, aber dennoch weit davon entfernt sein kann, es wirklich zu begreifen im Sinne von umsetzen. Entwicklung ist dabei eine Spirale und die Themen kommen immer wieder. 

    Es braucht lange, um etwas wirklich zu begreifen und man muss dran bleiben.


    Ich erlebe das, was du geschrieben hast, gerade mit meiner Mutter und das schwerste ist, anzunehmen, dass man nicht helfen kann, wenn der andere keine Hilfe will oder es nicht als Hilfe sieht.

    Danke dir vielmals für deinen ehrlichen Beitrag – das trifft es auf den Punkt. 🙏

    Ja, Erkenntnis allein ist oft nur der erste Schritt. Begreifen – im Sinne von verinnerlichen und handeln – braucht Zeit, Geduld und oft viele Schleifen. Ich kann gut nachempfinden, wie schwer es ist, das bei der eigenen Mutter zu erleben. Dieses Gefühl der Ohnmacht… Und doch bleibt nur: da sein, ohne retten zu wollen. Danke, dass du das geteilt hast.

  • 06.06.25, 13:48

    Erkenntnis bringt nur mir etwas, wobei ich zwar etwas erkennen, also verstehen kann, aber dennoch weit davon entfernt sein kann, es wirklich zu begreifen im Sinne von umsetzen. Entwicklung ist dabei eine Spirale und die Themen kommen immer wieder. 

    Es braucht lange, um etwas wirklich zu begreifen und man muss dran bleiben.


    Ich erlebe das, was du geschrieben hast, gerade mit meiner Mutter und das schwerste ist, anzunehmen, dass man nicht helfen kann, wenn der andere keine Hilfe will oder es nicht als Hilfe sieht.

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