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  • Besser das Schlechte als das Unbekannte?

    Diskussion · 22 Beiträge · 3 Gefällt mir · 634 Aufrufe

    Stell dir vor, du stehst in einem Raum voller Türen. Hinter jeder Tür könnte etwas Neues, vielleicht sogar Besseres auf dich warten. Aber eine der Türen ist alt und schäbig, sie hat Kratzer und ist von innen ziemlich unangenehm, doch du kennst sie gut. Du hast sie schon oft geöffnet und weißt, was dich erwartet. Die anderen Türen sind unbekannt, du weißt nicht, was sich dahinter verbirgt. Deine Entscheidung fällt dir schwer – gehst du das Risiko ein, eine neue Tür zu öffnen, oder bleibst du bei der, die du schon kennst, auch wenn sie nicht ideal ist?

     

    Diese Frage stellt sich vielen von uns immer wieder in verschiedenen Lebensbereichen: Warum neigen wir dazu, uns in alten, weniger guten Mustern festzuhalten, anstatt neue Wege zu gehen, die uns vielleicht mehr bringen könnten? Ist es wirklich besser, das Schlechte zu akzeptieren, nur weil es bekannt ist?

     

    Teilt eure Gedanken! Warum fällt es uns so schwer, das Unbekannte zu betreten? Und was könnte uns helfen, uns von den alten Gewohnheiten zu lösen?

    Thomas Kissing

    25.03.25, 16:42

Beiträge

  • 28.03.25, 19:27

    Jemand der immer etwas Neues sucht...muss immer etwas im Rücken haben was er kennt wo er sich zuhause  fühlt.   Risiko. ''das Unbekannte.... können viele nicht. Wieviele sind im ihren Job unzufrieden '  wer von denen sucht wirklic   nach etwa  Neuem.   Das sind und bleiben nur  " Pioniere...  die suchen ihr ganzes Leben nach etwas..  was sie kurz zufrieden  macht.. dann ziehen sie weiter.  Erleben  einiges .  Aber werden nie wirklich glücklich.    Jeder sollte da bleiben wo er  möchte. Wenn es glücklich macht.. 

  • 28.03.25, 08:14

    Lieber Thomas,

    ich mag Dir an dieser Stelle von Herzen für Deine Diskussionsbeiträge danken, in denen Du genau die Worte wählst, die inspirieren. Sie sind eine Einladung, eine "neue Tür", über mich und das Leben zu sinnieren.

    Sehr wertvoll! 👌🙏☀️

  • 27.03.25, 18:42

    Ich verstehe die Metapher "neuen Türen" für alle Bereiche des Lebens.

     

    Auf eine Partnerschaft mit belastenden Themen bezogen könnte in meinen Augen eine neue Tür öffnen auch bedeuten, sich zusammen Zeit zum Reden und Zuhören zu nehmen.

     

    Keine neuen Türen zu öffnen, bedeutet für mich Stillstand.

    Wenn man z. B. unglücklich oder unzufrieden ist, dann bleibt man unglücklich bzw. unzufrieden.
    Das ist für mich keine Option mehr.

     

    Die Basis für Stillstand kann z. B. Bequemlichkeit, Frust oder auch Feigheit sein.

    Oft sehen wir eine neue Option, eine neue Tür, aber trauen uns nicht, sie zu öffnen. Dabei hat mutig sein so viel Wertvolles.

     

    Es gibt trotz aller bereits gemachten schlechten Erfahrungen definitiv immer die Möglichkeit, dass hinter der Tür ein 'Ja', etwas sehr Bereicherndes, ein Beitrag für unser Leben wartet.

     

    Erleben wir nach dem Öffnen ein 'Nein' bzw. etwas, dass doch nicht zu unserem Sein passt, haben wir es probiert und neben dem evtl. 'schade, dass es nicht sein soll' gibt es das gute Gefühl, es probiert zu haben und eine neue Erfahrung.

     

    Es erst gar nicht zu probieren, hat in meinen Augen wenig Vorteile. Vielleicht vermeintlich Energie zu sparen. Doch was braucht mehr Energie? Der Mut oder der Unmut?

  • 27.03.25, 09:47

    Besser - schlechter? Oft wird es nur anders.

     

    Bevor Ulli sich aber nun bestätigt fühlt: Das Leben ist immer mit Anstrengung verbunden. Wenn man glaubt, das Altbekannte spielerisch zu händeln, irrt man sich gewaltig. 

     

    Mit dem Älterwerden öffnet man einfach weniger Türen. Okay, gilt nicht für jeden. Manche reißen sie noch übermütig voll jugendlichem Leichtsinn eine nach der anderen auf. Andere nehmen die Abkürzung durch die Wand.

     

    Hat es einer am Ende besser oder schlechter (gemacht)?

    Ich denke nein.

  • 27.03.25, 00:26 - Zuletzt bearbeitet 27.03.25, 00:27.

    "Was kommt nach dem 'Nein'?"

    Ein Satz, den ich mal hörte – und bedenkenswert fand. Ein Nein auszusprechen, an der Weggabelung den rechten Stadt den linken Weg zu gehen, neu abzubiegen, das ist eins. Mit Abstand betrachtet jedoch ist das der kleinste Schritt einer echten Veränderung. Die Frage lautet: Was kommt nach dem Nein?

     

    Weil das in den meisten fällen nicht klar ist, ist der kleine Zwischenschritt vielleicht oft schwer.

    Ob der Schritt besser oder schlechter ist, das kann m.E. eh erst im Rückblick nach einer längeren Zeit benennen. 

  • 26.03.25, 14:59

    😁dass nennt man dann ein Auftritt mit Knall……

    (das zurückziehen der Leute war geplant, nicht dass jemand wagt einem Aufzuhalten)

     

    es gäbe ja auch den leise Abgang durchs Fenster…. 
     

    vielleicht öffnet das Leben die Türen, ein easy walk trough

    Melanie:

    Das klingt aber ziemlich schmerzhaft, auch wenn ich den Impuls gut nachvollziehen kann. Wenn es dumm läuft, weichen Leute erschrocken aus und ziehen sich zurück, wenn man so plötzlich durch die Wand erscheint. 

    Karin:

    Um sich nicht entscheiden zu müssen welche Türe, gibt es noch die Variante mit dem Kopf durch die Wand……

     

     

  • 26.03.25, 14:50

    Das klingt aber ziemlich schmerzhaft, auch wenn ich den Impuls gut nachvollziehen kann. Wenn es dumm läuft, weichen Leute erschrocken aus und ziehen sich zurück, wenn man so plötzlich durch die Wand erscheint. 

    Karin:

    Um sich nicht entscheiden zu müssen welche Türe, gibt es noch die Variante mit dem Kopf durch die Wand……

     

  • 26.03.25, 13:46

     

    Ulli:

     

    Heike:

     und sehe leider, dass kaum noch jemand bereit ist, sich für ein Miteinander anzustrengen.

    … und somit steigt die Anzahl der Singles weiter und weiter…

    Wozu eine neue Tür aufmachen, wenn ich weiß, dass dahinter nur Anstrengung wartet? 

    Wenn du das so genau "weißt", siehst du eindeutig die falschen Türen.

  • 26.03.25, 13:20

     

    Heike:

     und sehe leider, dass kaum noch jemand bereit ist, sich für ein Miteinander anzustrengen.

    … und somit steigt die Anzahl der Singles weiter und weiter…

    Wozu eine neue Tür aufmachen, wenn ich weiß, dass dahinter nur Anstrengung wartet? 

  • Hmmm… klar, neue Türen klingen aufregend, klingen nach Besserem. Überall bekommen wir zu hören, du mußt nur einen kurzen Moment allen Mut zusammennehmen und dann… Aufbruch! Auf, das Leben ist Veränderung! 

    Nur leider leben wir aktuell in einer Gesellschaft „höher, besser, weiter, schneller“. 

    Allzu schnell wird weggeworfen, wird Altes ersetzt. Neu ist immer besser als Altes. 
     

    So wie wir mit unseren materiellen Ressourcen umgehen, so gehen wir auch mit unseren Mitmenschen um. 

    Was, du hast eine andere Meinung? Weg mit Dir! 
    Was, wir harmonieren nicht sofort zu 100%? Austauschen, jemand Neues suchen.

    Was, du willst reden? Das ist bestimmt Kritik, so nicht!

     

    und die Anzahl der Singles steigt und steigt…

     

    Wir alle wünschen uns eine erfüllende Partnerschaft, aber bitte ohne Anstrengung. 

     

    Klar, ein erfüllendes Miteinander ist immer und immer wieder Arbeit.

    Warum denn nicht gemeinsam neue Türen ausprobieren?

     

    Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und verharrt oft, vermutlich viel zu lange, hinter der verkratzten, schäbigen Türe. Erst wenn der Leidensdruck groß genug ist, beginnt man zu handeln,

    und dann oft überstürzt. 
     

    Bin schon längere Zeit Single, beobachte sehr viel meine Mitmenschen und sehe leider, dass kaum noch jemand bereit ist, sich für ein Miteinander anzustrengen.

    … und somit steigt die Anzahl der Singles weiter und weiter…

  • 25.03.25, 22:00

    Um sich nicht entscheiden zu müssen welche Türe, gibt es noch die Variante mit dem Kopf durch die Wand……

  • 25.03.25, 21:32

    Eine neue Tür zu öffnen und gleichzeitig die alte zuzulassen braucht Entscheidung, Energie, Mut und Vertrauen... denk ich mal💫

  • In meinem Leben habe ich bisher immer nach vorne geschaut und die neue Tür genommen, wenn es nicht mehr gut war. Bisher habe ich es nie bereut und rückblickend war es gut so. Allerdings weiß man natürlich nicht, wie wäre es gewesen, zu bleiben, geht ja immer nur eins 😊

  • 25.03.25, 21:13

    Ich öffne keine neuen Türen. Muss schaun, dass ich die alten zu bekomme.

    Weniger, langsamer, leiser ist meine Devise.

    Und meine Erfahrungen haben mir gezeigt, dass hinter den meisten Türen Jammer und Furchtbarkeiten lauern.

    So versuche ich mich in eine Ecke zu drücken und warte auf den nächsten Tag.

  • Hallo Thomas, meine Gedanken dazu sind folgende:

    Hätte ich meine Komfortzone in meinem bisherigen Leben nicht so oft verlassen, und nie neue Türen geöffnet hätte ich wahrscheinlich ein wesentlich unspannenderes Leben geführt! Oftmals ist mir der "Arsch förmlich auf Grundeis" gegangen, wenn ich wiedermal das Altbekannte für Neuland verlassen habe! 

    Ich hab bis jetzt ein sehr buntes und facettenreiches Leben gelebt, und hab vor, das auch weiterhin zu praktizieren! 

    Neugierde und die Freude der Lebendigkeit sind und waren immer meine Motivation neue Türen zu öffnen! 

  • 25.03.25, 19:49

    Wir haben schon früh gelernt, die alte schäbige Tür so zu öffnen, dass sie nicht knarzt und quietscht, um die "schlafenden Hunde" nicht zu wecken.

     

    Ich schaue mir die Türen heute lange an, wie sie gestaltet sind. Man erkennt den Unterschied zwischen Verzierung und liebevoller Gestaltung und zwischen Schlichtheit und "pflegeleicht", wenn man nur lange genug und genau hinschaut. Die, die am vertrauenswürdigsten erscheint und Sicherheit (gute Qualität - wie gut, dass ich so lange mit dem Handwerk zu tun hatte) vermittelt, öffne ich. Aber manchmal muss man auch durch Türen, durch die man gar nicht will.

  • 25.03.25, 19:40

    Das Leben ist eine Entdeckungsreise!

    Meine Motivation ist Interesse und Neugierde, deshalb öffne ich neue Türen.

    Ein Blick in die Welt des Unbekannten, erweitert Horizont und persönliches Wachstum.

    Selten öffnen wir Türen und was wir da zu sehen bekommen kann beängstigend, ja sogar grausam bis ekelig sein.

    Dies kann dazu führen keine Türen mehr öffnen zu wollen oder zu können. Deshalb öffne ich Türen und verweile einige Zeit am Eingang und beobachte, bevor ich entscheide gänzlich die Räume zu betreten. 

     

  • 25.03.25, 19:01

    Ja, ich denke auch, dass viele wissen, was gut oder weniger gut für sie ist.

    Und ich denke, dass viele auch wissen, was sie nicht wollen.

     

    Wer weiß denn, was er will?

     

    Wenn man das nicht weiß, fehlt meiner Meinung nach der Antrieb, der Mut und die Kraft, neue Türen zu öffnen.

     

    Viele sind überfordert in ihrem Alltag und somit dankbar, wenn sie ihn halbwegs meistern. Für die Bereitschaft, sich neuen Herausforderungen zu stellen, fehlen die Kapazitäten.

    Die wenigsten Menschen streben nach innerem Wachstum ...

     

    Ich für meinen Teil öffne gerne neue Türen ...

  • 25.03.25, 16:51

     

    Ulli:

    Das Problem beginnt damit: Was ist gut, was ist schlecht?

    Und Neues ist nicht unbedingt besser, wie du da auch selber am Anfang schreibst.

    Ich verstehe deinen Punkt, aber ich denke, wir wissen schon, was gut und was schlecht für uns ist. Wenn uns etwas schadet oder uns unglücklich macht, dann lohnt es sich auf jeden Fall, etwas zu verändern. Das Neue mag uns unsicher erscheinen, aber es bietet die Chance auf mehr Wachstum und langfristige Zufriedenheit – auch wenn es anfangs schwierig sein kann, den Schritt zu gehen.

  • 25.03.25, 16:51

    Also ich finde, das Altbekannte muss nicht unbedingt schlecht sein. Aber neue Möglichkeiten kommen manchmal eben nur, wenn man, wie hier im Beispiel, eine neue Tür öffnet. 

    Nur erfordert es eben auch Loslassen vom Bekannten, vom Bewährten. Eine Prise Mut gehört sicher auch dazu.

    Alte Muster geben Sicherheit. Man weiß, was einen erwartet. Neues ist unbekannt, erfordert Umgewöhnung. 

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