Diese Führung ist eine Wiederholung aus dem Jahr 2025
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Das Bürgerspital genoss lange Zeit keinen guten Ruf; seine Gebäude waren unübersichtlich und verwinkelt. Die Betreuung der Kranken oblag meist dem Bader, nur gelegentlich schaute ein junger Vertreter der Schulmedizin vorbei. Da die Absolventen der medizinischen Fakultät der Universität Wien über lange Zeit hinweg fast ausschließlich theoretisch ausgebildet wurden, waren sie für die praktische Behandlung von Patienten kaum geeignet. Erst unter Kaiserin Maria Theresia und mit maßgeblicher Unterstützung ihres Beraters Gerhard van Swieten kam es zu einer grundlegenden Reform des Medizinstudiums.
In der Hofbibliothek, dem heutigen Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek, werden bedeutende medizinische Schriften aufbewahrt. Darunter befindet sich eine griechische Handschrift, in der Arzneimittel beschrieben sind, die über Jahrhunderte hinweg hergestellt wurden – unter anderem auch in der Alten Hofapotheke in der Wiener Hofburg. In dieser Zeit wurde die Pockenimpfung eingeführt, Leopold Auenbrugger entwickelte in Wien die Perkussion und war zugleich Förderer Mozarts. Anatomische Sektionen hatte es zwar bereits seit dem 15. Jahrhundert gegeben, jedoch nur vereinzelt. Die Leichen mussten vom Henker geliefert werden, der sich dabei auch etwas Menschenfett für eigene Zwecke abzweigte.
Immer wieder wurde die Stadt zudem von Pestepidemien heimgesucht. Besonders rund um und unter dem Stephansdom stellten der Stefansfreithof und die Katakomben ein erhebliches hygienisches Problem dar.
Paracelsus kann als Vorläufer des modernen Arztes gelten. Doch anstatt Anerkennung zu finden, wurde er in Wien von seinen ärztlichen Kollegen angefeindet – nicht zuletzt wegen seines praxisnahen Umgangs mit den Kranken und seiner neuartigen Begründung der Arzneimittellehre.
Und wenn all diese Mittel versagten und die Menschen keinen Ausweg mehr sahen, suchten sie schließlich Hilfe bei den Heiligen.
📅 Wann: 11. April
💶 Kosten: 18 Euro (der Betrag wird Anfang April eingesammelt)
📍 Treffpunkt: Helmut-Zilk-Platz, beim Mahnmal gegen Krieg und Faschismus, 1010 Wien
🌦️ Tipp: Bitte Regenschutz nicht vergessen!
Die Führung findet bei jedem Wetter statt.
🧭 Organisation
Die Führung wurde privat für uns als Gruppe gebucht und wird von Wien Führung durchgeführt.
Eine Anmeldung hier reicht vollkommen aus.
Mehr Infos zum Anbieter: www.wienfuehrung.at
ℹ️ Wichtig für uns alle:
Ich bin weder beruflich noch privat mit dem Veranstalter verbunden, verdiene nichts an der Führung und führe sie auch nicht selbst durch. Ich organisiere lediglich unser gemeinsames Erlebnis. Eine Rückerstattung des Betrages ist leider nicht möglich – bitte kümmere dich im Fall der Fälle selbst um die Weitergabe deines Platzes.
Ich freue mich auf einen spannenden Nachmittag!