Hallo!
Hat jemand von euch eine Sony RX100 VII oder eine vergleichbare Kamera und könnte mir ein paar Tipps geben, wo/wie man startet? Ich wähle gerne schöne Naturmotive, habe aber immer nur "einfach abgedrückt". Die Sony habe ich gezielt gewählt, weil sie gut tragbar ist und man damit auch gut Videos inkl. Musikinstrumente aufnehmen kann.
Heißt, ich suche mir ein Motiv aus, aber habe mangels Wissen und Können den Auto-Modus an, wo ich halt unter den Möglichkeiten der Kamera bleibe.
Ich bin kein Freund von Effekten, also von Fotos, die super aussehen mit Kontrast, Farben etc., aber NICHT so, wie ich sie mit eigenen Augen sehe...mir geht es darum, die Natur so abzulichten, wie man sie mit eigenen Augen sieht von den Farben und Lichtverhältnissen her. Die Kamera soll also weder direkt hardwaretechnisch die Natürlichkeit ändern noch will ich die Fotos im PC verändern. Aber auch mit diesem Zugang ist mit meiner Kamera viel mehr drinnen als Zufallsfotos (ich sehe ein Motiv, drücke ab, notfalls mehrfach und hoffe, es sieht halbwegs gut aus :D) per Auto-Modus. :)
Beiträge
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Leander:
Mein Handy macht laufend und unscharfe Fotos, weil Xiaomi manchmal Probleme mit dem Autofokus hat. 🙂
dann bleibt Dir wohl nur der saure Apfel Dich in die Fotografie einzuarbeiten (oder Dir ein anderes Handy zu holen 😂).
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ich Emfpehle nochmal Der kostenlose Fotolehrgang / Hier kannst Du fotografieren lernen. Gratis! - da werden auch diese Fragen beantwortet... Und ja, Fotografie - wenn man es nicht nur als nebenbei knipsen macht - bedeutet einen gewissen Aufwand. Falls Du den Aufwand nicht betreiben möchtest, wäre es vielleicht für Dich doch zielführender mit dem Handy zu fotografieren, da Dir hier die Software eigentlich alles abnimmt was Du hier anfragst.
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Danke! Das mit Raw wäre zu viel, weil ich dafür keine Software habe etc.
Ich mache gern Fotos, aber habe auch noch andere sehr zeitintensive Hobbys...würde den Rahmen sprengen.
Wie weiß man denn, ob die Einstellungen stimmen? Wenn ich ein Motiv habe und dann mit den ganzen Werten experimentiere, weiß ich ja nicht, welche Einstellungen gut waren, welche nicht. Auf dem kleinen Screen sehe ich zu wenig, wie scharf, belichtet etc. etwas ist.
Oder schreibt Windows eh alle Werte nachher hin? Einfach ein Motiv mit verschiedenen Einstellungen knipsen, dann am PC anschauen und bei den Dateieigenschaften werden ALLE Einstellungen jeweils angezeigt? -
Korrektur: die Sensoren sind alle 3:2 nativ
Ja, ist richtig. Ich meine mich zu erinnern, dass wenn Du bei Fotodiensten Abzüge bestellst, sie Dir 4:3 und 16:9 anbieten, aber 4:3 das Standardformat ist.
Ich packe sowieso alle Urlaubsbilder und -Videos mit einer speziellen Software in eine Art Film und schaue sie mir dann auf einem 65 Zoll TV an. Da fällt dann 4:3 nicht auf ;-)
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Danke für eure Antworten! Ja, ich habe das Format in der Defaulteinstellung belassen. Und JPEG ohne RAW, weil RAW brauche ich nicht.
Kannst Du Dich noch an die gute alte Fotografie mit Filmrollen erinnern? Da hat man sich die Abzüge angeschaut und die Negative lagen irgendwo im Schrank.
Das ist mit RAW genauso, RAW ist quasi das Negativ. Es ist vollkommen egal, ob Du sie JETZT nicht brauchst... vielleicht ändert sich dein Interesse für Fotografie in 3 Jahren und dann holst Du richtig etwas aus den Fotos raus.(Bei meinem Google Pixel kann ich z.B. auch RAW abspeichern (DNG Format). Sobald ich in Urlaub bin, schalte ich RAW ein.)
Ich hab mir z.B. in den Weihnachts Angeboten mal DXO Photolab gekauft. Die Software (Konkurrenz zu Adobe Lightroom... aber mit mehr Umfang) ist dafür bekannt, aus Fotos mit hohen ISO-Werten diese richtig gut zu "entwickeln". Ich finde sie intuitiv und einfach, ohne Abo etc.Dazu noch Affinity Photo (ca. 60 Euro), welches als Konkurrenz zu Adobe Photoshop für Hobby-Fotografen ausreichend ist, kannst Du dann noch mit dem Radierer super Dinge wegretuschieren.
sondern auch, wie man dann xy mit MEINER Kamera macht
Ich versuche es noch mal mit einem "Bild" zu erklären.
Nimm Dir einen Akku-Schrauber... Du weißt was er kann (links, rechts dreh etc.). Wenn Du das weißt, ist es vollkommen egal, ob Du eine blaue Bosch oder Makita oder Supermarkt Teil in den Händen hälst. Du drückst die Knöpfe und sie macht was Du haben möchtest.Bei Deiner Kamera ist es ähnlich.
Es gibt Basics wie 1/Brennweite = Mindestzeit für Verwachlungsfreie Fotos... oder was ist Schärfentiefe... was bewirkt kleine/große Blende... und welche Zeit lässt ein Objekt einfrieren, welche Verschwommen wirken... und der ISO Wert.
Wenn Du diese weißt, ist es egal, ob Du eine Nikon, Sony oder Canon in den Händen hälst, denn Du weißt was welche Einstellung bewirkt.Durch das "Üben" musst Du mal in extremen Situationen fotografieren... bei wenig Licht, bei zu viel Licht, bei Gegenlicht, ein bewegtes Objekt... und wenn Du weißt Dein Objektiv hat bei 150mm eine maximale Blende von 4.0 und für einen fliegenden Weißkopfseeadler brauche ich mind. 1/1000sek. , muss ich im Vorneherein auch trotz Sonnenlicht auf ISO800 gehen.

(200mm Tele, 5.0 Blende, 3200 sec., ISO 6400, APC-C Sensor (Canon 70D), manueller Fokus (hohe Luftfeuchtigkeit hat Automatik gestört), Nov.2024 in Costa Rica selbst aufgenommen)


( Sommer 2023, Kanada, aus einem Boot aufgenommen, ca. 150-200 Stück fliegen über einem, das zweite ist leicht unscharf, bessere gerade nicht auf Handy gefunden)
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Leander:
Danke für eure Antworten! Ja, ich habe das Format in der Defaulteinstellung belassen. Und JPEG ohne RAW, weil RAW brauche ich nicht.
Ich würde gern lokal einen Fotokurs machen, nur geht es nicht nur um fehlendes Wissen allgemein, sondern auch, wie man dann xy mit MEINER Kamera macht. Wenn in einem Kurs gesagt wird, dies und das machen, muss ich es erst mit meiner Kamera können. Alles nicht so leicht für mich, aber ich probiere es einfach mal. :)Dafür hast du ja zum Beispiel die Anleitung die da bei lag, Sony hat auch gute online Versionen davon https://helpguide.sony.net/dsc/1920/v1/de/index.html
Lies dir das einmal durch und speicher das als Lesezeichen, dann kannst du auch unterwegs mal eben schnell gucken.
Letztendlich funktionieren alle Kameras nach dem selben Prinzip und was du kreativ lernst ist recht unabhängig davon welches Model du hast. Ein Model spezifischer Kurs hört sich für mich ziemlich unnötig an.
Sonst einfach viel üben, da kommt man leider nicht drum rum
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Schau mal ob die VHS (aka Volkshochschule, oder wie immer das in Österreich heißt) in Deinem Ort Fotokurse anbietet. Normalerweise sollte da was zum erschwinglichen Preis dabei sein. Ansonsten kann ich Dir auch eine Anmeldung im DSLR-Forum empfehlen, da werden zum Teil auch immer wieder Kurse angeboten. Ansonsten denk vielleicht nochmal über Deine Haltung zu RAW nach, da man ein JPG Bild nur verlustbehaftet bearbeiten kann wenn doch mal nötig. Du kannst ja gleichzeitig in RAW & JPG aufnehmen und wenn Dir das JPG gefällt umso besser und falls doch nochmal was zu richten ist (wie ein schiefer Horizont oder so) hast Du das RAW zur Bearbeitung. Und auch wenn gerade die Speicherpreise wieder anziehen, im Vergleich zu vor 10 Jahren kostet das trotzdem nix (mehr).
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Danke für eure Antworten! Ja, ich habe das Format in der Defaulteinstellung belassen. Und JPEG ohne RAW, weil RAW brauche ich nicht.
Ich würde gern lokal einen Fotokurs machen, nur geht es nicht nur um fehlendes Wissen allgemein, sondern auch, wie man dann xy mit MEINER Kamera macht. Wenn in einem Kurs gesagt wird, dies und das machen, muss ich es erst mit meiner Kamera können. Alles nicht so leicht für mich, aber ich probiere es einfach mal. :) -
Format... man wählt immer das Format 4:3, weil 16:9 nicht dem Sensor Format entspricht und vom 4:3 einfach oben und unten was abgeschnitten wird. 1:1 ist das Mittelformat, was eigentlich nur als Stilmittel ausgewählt wird.
Ich kann mich bei allem was hier bereits gesagt wurde nur anschließen, aber hier eine kleine Korrektur: die Sensoren sind alle 3:2 nativ, also wirst du mit 4:3 auch was wegschneiden
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(Teil2)
Lieber Leander, ich muss Heike Recht geben.. Dir fehlen grundlegende Kenntnisse zur Fotografie.
Erst mal finde ich es sehr positiv, dass Du Dir eine "echte Kamera" gekauft hast und dazu noch eine sehr gute. Die Sony ist nicht ohne Grund in allen Versionen das beste was man mitunter in den Kompakten auf dem Markt findet.
Format... man wählt immer das Format 4:3, weil 16:9 nicht dem Sensor Format entspricht und vom 4:3 einfach oben und unten was abgeschnitten wird. 1:1 ist das Mittelformat, was eigentlich nur als Stilmittel ausgewählt wird.
Bei Landschaftsaufnahmen - wie du sie machst - ist der Fokus immer auf "weit" eingestellt und spielt absolut keine Rolle. Der Fokus wird erst interessant, wenn du z.B. eine Blume fotografierst und den Hintergrund unscharf machen möchtest, um die Blume hervorzuheben.
Wenn Du den Blendenwert von der empfohlenen gemessenen Einstellung vergrößerst (=Blende kleiner), wird der Schärfenbereich größer und du denkst noch mal ein größeren Bereich ab (falls Du mit der Schärfe unzufrieden bist).
Auch die Zeit ist - bis auf Wasser "glätten" (bei Seen) oder Wasserfällen - bei Landschaft auch vernachlässigbar, weil man fast ausschließlich mit Weitwinkel fotografiert.
Der ISO Wert ist das, was früher der ASA Wert bei den Filmrollen war... wie empfindlich der Sensor ist, aber je empfindlicher desto pixeliger.
Ist der ISO Wert hoch, kannst Du bei weniger Licht (und gleicher Zeit) oder bei kürzerer Zeit (und gleichen Licht) das selbe Ergebnis erzielen.
Bei Spiegelreflex und 1Zoll Sensoren kann man getrost bis ISO800, teilweise auch ISO1600 ändern. Die wenigsten Fotografen (so wie ich) hängen sich 70x50cm Abzüge auf, wo man Unterschiede sieht.
Daher empfehle ich Dir - wie Heike - mal ein Grundlagenbuch für Fotografie zu holen , rate aber als Newbie von Youtube ab, da dort auch leider viele Möchtegern Leute falsches Halbwissen veröffentlichen.
Wenn Du nicht so weit weg wohnen würdest, würde ich Dich mal zu einem meiner Fotokurse einladen, die ich ca. jährlich anbiete und Dir die Grundlagen erklären.
Wenn man die Grundlagen verstanden hat, dann weiß man auch, was die Programme im Handy machen und wie man mehr aus dem Smartphone rauskitzeln kann.
Wenn Du später "noch mehr" machen möchtest, kannst Du im RAW Format speichern und mit entsprechender Software noch einiges aus Deinen Bildern rausholen.
Aber lerne erst mal die Grundlagen... denn jede Kamera ist ein Werkzeug... und wenn Du die Basics nicht kennst, dann hilft Dir die beste Kamera nichts.
Mein Opa sagte damals "Ein guter Fotograf macht mit einer schlechten Kamera viel bessere Fotos, als ein Amateur Fotograf mit einer Profi Kamera".
(Daher hilft es auch nichts, wenn man sich gleich eine Vollformat-Kamera kauft, wie es leider viele machen. Das ist dann wie mit Kanonenkugeln auf Spatzen schießen... anderes Thema.)
Ich empfehle Dir einfach mal raus gehen, ein Objekt mehrfach fotografieren und mal auf "A" (Zeitautomatik) für jedes Foto den Blendenwert ändern... Empfehlung: 2.0, 3.5, 6.4, 11.
Dann mal die Kamera starr halten und versuchen Autos zu fotografieren (und die Zeit ändern, Einstellung "S" =Blendenautomatik). Statt Autos kannst du es auch mal bei fließenden Wasser machen. Empfehlung 1" (mit Stativ), 1/50, 1/125, 1/250.
Danach mal am PC - auf keinen Fall Smartphone!!! - auf einem großen Bildschirm anschauen.
Probiere geht über studieren... -
Was Dir fehlt sind grundlegende Kenntnisse der Fotografie und nicht unbedingt das Wissen um Kameraeinstellungen, da sich diese aus den Kenntnissen der Fotografie ergeben. Drum empfehle ich Dir mal diesen Online Lehrgang zu den Grundlagen der Fotografie zu Gemüte zu führen. Der kostenlose Fotolehrgang / Hier kannst Du fotografieren lernen. Gratis! Nur Mut, im Prinzip musst Du nur verstehen wir Blende, ISO und Belichtungszeit zusammenspielen.
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Vielen Dank für deine Antwort! Das Problem ist, dass ich mit Belichtung etc. null Erfahrung habe und ISO und den ganzen Werten. Es gibt auf YouTube ein gutes Guide zu den 100 Einträgen im Menü, aber natürlich nicht, wie man am besten Fotos macht...wobei man das wahrscheinlich in Monaten und Jahren lernt.
Ich habe ein kleines Stativ für den Schreibtisch, aber kein großes zum Aufstellen in der Natur. Da müsste ich das kleine auf eine Parkbank z.B. stellen. Wenn ich Fotos mache, dann blinken immer diverse Icons, die ich entziffern muss. Das eine ist wohl, dass ich die Kamera nicht stillhalte, obwohl ich das tue...aber da gibt es wohl verschiedene Empfindlichkeitseinstellungen.
Wie man den Fokus ändert bei deaktiviertem Touchscreen habe ich auch noch nicht rausgefunden.
Hier sind einige Fotos per "Auto"...teilweise kann es sein, dass was unscharf ist, weswegen ich halt jedes Motiv Portrait und Landscape mehrfach knipse, hoffend, dass eines davon ok aussieht. :D
Ich mache also nichts anderes, als im Auto-Modus Landscape vs. Portrait auszuwählen, den Zoom einzustellen und abzudrücken. Oft schreibt er dann "Gegenlicht" hin...








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Hallo Leander,
ich habe die RX100 II, also älteres Modell, und zwei Spiegelreflexkameras.
Ich fotografiere immer gerne mit der Zeitautomatik. Das stellst du oben am Rad ein (AV).
Du tippst den Auslöser an, drehst danach an dem Rad auf der Rückseite.
Dann veränderst du den Blendenwert und Zeit.
Die Blende bestimmt die Schärfentiefe, d. h. Wenn der Wert klein ist, wird der Hintergrund unscharf, entsprechend anders herum. Damit stellst du Objekte in den Vordergrund und betonst es... wie eine Blume etc.
Mit der Zeit könntest du z. B. fließendes Wasser verschwommen darstellen, brauchst aber am besten dafür ein kleines Stativ... oder alternativ ein Kirschkern Kissen worauf du die Kamera ablegen kannst.
Dann die Zeit etwas reduzieren von dem was die Kamera empfiehlt.
In den Settings würde ich den ISO Wert noch begrenzen auf max. 800. Wenn du draußen fotografierst, sollte es reichen...sonst auf 1600. Bei mir konnte man es einstellen.
Probieren geht über studieren.
Viel Erfolg bei der Fotografie...